Sliding & Splashing am Morgen


Als ich die Tour plante war es von vorhinein klar, dass diese nicht Freizeitparks oder gar Achterbahnen bestimmt sein wird, denn etwas das in Portugal in seiner Reinheit nicht existiert kann wohl kaum ein verlängertes Wochenende füllen. Wenn man jedoch schon mal in der Ecke ist wäre es ja kein Fehler sich die Hauptstadt des Landes anzusehen und einen Wasserpark und/oder Tierpark zu besuchen. Wie so oft in Portugal ist die Anzahl solcher Ziele überschaubar, dennoch verhalf ein Blick auf Parkscout um zumindest die Namen dieser Parks zu erfahren. Eine kleine Recherche später stellte sich der Wasserpark Slide & Splash bei Lagoa als sehr interessant heraus um dort den Tag zu beginnen.

 

Kurz nach der Eröffnung war ich dann am Park, zog mich um und begab mich mit einigen Engländern auf die Suche nach einer bereits geöffneten Wasserrutsche. Während die anderen Rutschen bereits fleißig vorbereitet wurden, schnappte ich mir eine Matte und stieg zum ersten Mal den recht ansehnlichen Berg hinauf, nur um dann bauchlinks eine recht steile Strecke hinunter zu rutschen, an dessen Ende, glücklicher Weise, ein Wasserbecken wartete, worüber man recht sanft abgebremst wurde.

 

Direkt neben der Mattenrutsche Banzai befindet sich relativ unscheinbar die Reifenrutsche Rio Rapido, bei der man im Grunde nur geradeaus den Berg runterrast und bei dem einzigen vorhandenen Hügel ausgeprägte Airtime erfährt, kurz darauf landet man nach einem kleinen Sprung im Becken. 


Slide & Splash
Slide & Splash
Slide & Splash
Slide & Splash
Slide & Splash


Vom höchsten Punkt aus starteten die Escorregas Grandes, sieben Rutschen mit jeweils kreativen Namen, die sich allesamt durch eine Vielzahl von Kurven und Jumps auszeichnen. Diese Bodyslides sind leider allesamt etwas älter, so dass man die Fugen doch etwas besser spüren kann. Leider sind die Geschwindigkeiten der Rutschen nicht ausreichend groß genug um bei den Jumps großartig abzuheben, nett sind sie zumindest allesamt. Im benachbarten Becken landen die Reifenrutsche Blue Hole und die Caracol Rutschen, die sich wie auch die größen Escorregas Grandes durch viele Kurven und ein paar Jumps auszeichnen.

 

Mit dem Rio Turbulento startet auf ähnlicher Höhe eine weitere Reifenrutsche, dessen Anfang durchaus dem Namen alle Ehren macht. Leider fehlt vor der finalen und recht steilen Schussfahrt jegliche Geschwindigkeit, so dass man sich ein wenig durch den Kanal quält.

 

Auf einem Anbau befinden sich der Startpunkt für die Kamikazerutsche und der Bowl. Während die Kamikaze haargenau das zu erwartende widergibt und sogar durch die Möglichkeit der bauchlinken Rutschposition verschärft wird, so stellte sich die Bowl als eher langweilig heraus. Die Geschwindigkeit reicht gerade mal so aus um eine Runde dort drin zu schaffen und sich von den Wasserdüsen in Richtung des Auslaufs treiben zu lassen.


Slide & Splash
Slide & Splash
Slide & Splash
Slide & Splash


Auf der Rückseite des Berges befindet sich neben der Showarena, wo eine Papageien-, Reptilien- und Jagdvogelshow stattfindet noch die Blackhole Rutschen, die ich jedoch nicht testen konnte, da in den vorgeschriebenen Zweierringen tatsächlich nur zwei Personen mitfahren dürfen. Nur schwierig das sich in diesen Teil des Parks nur selten jemand verirrt und der Park im Allgemeinen sehr leer war.

 

Neben einem großzügigen Restaurant, befinden sich die kleine und große Breitrutsche Pistas Brandas. Da ich eine ähnliche Anlage schon im dänischen Djurs Sommerland gerutscht bin war ich doch sehr gespannt wie schnell man hier den Halt verliert und war dann doch überrascht im Grunde nur die nässeste Wasserrutsche des Parks gefunden zu haben.

 

In dessen Nähe befinden sich die kleinen Saltos Rutschen, die man jedoch keinesfalls unterschätzen sollte, denn die Geschwindigkeit ist hier relativ hoch, die Jumps dementsprechend ausgeprägt und am Ende wartet auch noch der Sturz ins kühle Nass. Bei der richtigen Technik ist zumindest bei der linken Rutsche, die während einer Kurve den Sturz einleitet, ein Überschlag möglich.


Slide & Splash
Slide & Splash
Slide & Splash


Slide & Splash ist ein guter Wasserpark, welcher nicht nur ansehnlich gestaltet ist, sondern auch eine Vielzahl guter Rutschen aufweisen kann. Durch die Leere des Parks konnte ich alles Interessante mehrmals rutschen, so dass sich der etwas höhere Eintrittspreis durchaus gelohnt hatte. Auf dem Weg zum Tier- und Freizeitpark Zoomarine befindet sich im Übrigen noch das Aqualand Algarve, diesen habe ich jedoch aus Budget- und Zeitgründen ausgelassen.

Von wilden Tieren, tollen Shows und einem grandiosen Rafting


Nachdem ich den Wasserpark Slide & Splash bei Lagoa verlassen hatte erreichte ich gegen Mittag den seit 1991 existierenden Tier- und Freizeitpark Zoomarine, nicht zu verwechseln mit den gleichnamigen, jedoch deutlich jüngeren Park der Mundo Aquático, SA, bei Rom. Wie auch ähnlich gestrickte Parks zeichnet sich Zoomarine durch eine Vielzahl von Shows aus, so dass man trotz der überschaubaren Größe des Parks durchaus einen ganzen Tag hier verbringen kann.

 

Als ich den Park betrat war mir von vorhinein klar dass ich mir mindestens eine der Shows ansehen wollte, denn der Eintrittspreis ist auch in diesem Park keinesfalls gering. Da die Show mit den Namen Flying Colours (anhand der Schreibweise merkt man das hier sehr viele Engländer unterwegs sind) in gut 20 Minuten beginnen sollte reichte die Zeit aus um den Park ein wenig zu erkunden. Schon schnell bemerkte ich eine Eigenheit des Parks, denn die Attraktionen im hinteren Bereich des Parks öffneten allesamt gestaffelt hintereinander und so auch die einzige Achterbahn des Parks.


Zoomarine
Zoomarine
Zoomarine
Zoomarine


Die Papageienshow entpuppte sich dann als sehr unterhaltsam, lehrreich und durchaus gut produziert. Die Übergänge waren flüssig, die Story zwar bescheuert, aber Papageien die eine Wohnung in Schutt und Asche legen sind einfach nur sehr komisch und entsprechen mehr oder weniger ja auch der Realität. Ein wenig seltsam mag es in diesem Park jedoch anmuten wenn man versucht auf die Gefahren des verschwindenden Lebensraums einzugehen und kurz darauf irgendwelche Tierschutzarmbändchen verkaufen möchte und symbolisch einen Baum pflanzen will, so dass der eben eindrucksvoll gefällte Baum sich wieder hydraulisch gen Himmel errichtet.

 

Im generellen werden Tierschützer nicht sonderlich zufrieden sein mit der Art der Haltung in diesem Park, so dass für diese Personengruppe ein Besuch auch keinesfalls zu empfehlen ist. Die wenigen Tiere die hier jedoch in den Gehegen gezeigt werden haben für ihre Bedürfnisse ausreichend Platz, die für die Vorführungen gezeigten Tiere haben in großzügig ausgelegten Volieren oder Becken ausreichend Platz und selbst die Delfine können es mit ihrer Lagunenlandschaft anderenorts schlechter haben. Diese kann man natürlich für sehr viel Geld auch besuchen.

 

Als Achterbahn kann der Park einen kleinen Zamperla Powered Coaster mit den Namen Buffalo aufweisen. Die Anlage mit dem Twin Helix Layout ist dabei schön gestaltet und macht durch ihre seitlichen Kräften während der beiden Helices durchaus Spaß, es blieb dennoch glücklicher Weise bei nur drei Runden am Stück.


Buffalo Coaster (Zoomarine)
Buffalo Coaster (Zoomarine)
Buffalo Coaster (Zoomarine)
Buffalo Coaster (Zoomarine)
Buffalo Coaster (Zoomarine)


Folgt man den Weg weiter kommt man an eine Gabelung, bei der man entweder den Berg weiter hinauf steigt und die diesjährige Neuheit begutachten kann, oder hinunter zu der Schlauchbootrutsche Harakiri oder dem im Grunde gar nicht existierenden Rafting gehen kann, welches aber um 14 Uhr öffnen sollte. Im Grunde hatte ich zu dem Zeitpunkt mein Ziel schon erreicht, dennoch entschied ich mich die von außen nicht einsehbare Raftinganlage doch noch mitzunehmen. Da auch die Era T-Rex erst in einer halben Stunde öffnen sollte sah ich mir den vorderen Bereich des Parks genauer an.

 

Vorbei an einigen Tiergehegen ging es in das von außen recht unscheinbare Aquarium, welches den Sea Life Centren, abgesehen von der fehlenden Gestaltung und den sehr dunklen und ausschließlich blau gehaltenen Gängen, sehr ähnlich war. Die Aquarien waren dabei allesamt groß und gut bestückt, das Highlight hier ist jedoch das riesige, von drei Seiten einsehbare, Becken gegen Ende des Durchlaufs, wo sich auch der eine oder andere Hai zeigte.

 

Wieder am Tagelicht sah ich mir noch schnell die anderen Gehege an, ehe ich mich gegen die Seelöwenshow im Piratenstil namens Wonderland entschied und in Richtung des Raftings wanderte. Zuvor jedoch schaute ich mir das, von außen eher unpassend wirkende, Zelt der Era T-Rex genauer an, dabei entpuppte sich das Innenleben als ein durchaus solides Museum mit einigen Animatroniks, in dem regelmäßig Führungen stattfinden. Da ich jedoch nicht auf die nächste Gruppe warten wollte gesellte ich mich zu einer anderen, bereits in der Führung fortgeschrittenen, Gruppe hinzu.


Zoomarine
Zoomarine
Zoomarine
Zoomarine


Der weitere Weg führte mich nun schnurstracks in Richtung des Raftings, dessen Eingang sich auf etwa halber Hälfte der Abfahrt der Schlauchbootrutsche befindet. Dieses existiert nur durch die im Park vorzufindende Beschilderung, jedoch nicht auf den Zettel der einzelnen Öffnungszeiten der Fahrgeschäfte, geschweige denn auf der Parkkarte. Dennoch hatte die Anlage tatsächlich geöffnet und so dauerte es nicht lange bis ich in den Rundboot saß.

 

Viel erwartet habe ich von dem Rafting keinesfalls und auch der von außen sichtbare Wasserfall sah nur so aus als würde er, wie in anderen Parks auch, das Boot wenn überhaupt ein wenig durch Spritzer befeuchten. Wie sich nach den ersten Streckenmetern der Anlage jedoch herausstellte, war dieses eine sehr falsche Einschätzung, denn tatsächlich reicht diese kleine Passage aus um durch die, fairerweise vorhandene, Drehung des Bootes mindestens die Hälfte der Fahrgäste zu soaken. Die darauffolgende kurvenreiche Strecke ist dann leider frei von jeglichen Stromschnellen und Überraschungen, dennoch hat man durch die wunderschöne Gestaltung und dem eher minder schönen Bauschaumtunnel genug Elemente um sich ablenken zu lassen um kurz darauf das grandiose Finale einzuleiten. Die Ähnlichkeiten mit der Themenfahrt Bubbleworks aus Chessington World of Adventures sind dabei keinesfalls abzustreiten, nur enden die Wasserstrahlen hier auf eine nicht gerade geringe Wegstrecke allesamt im Boot. Kurz darauf ist der Lift erreicht und das Warten bis zur Station, natürlich mit kalten Wind gesegnet, nicht wirklich ein Vergnügen.


Rapid River (Zoomarine)
Rapid River (Zoomarine)
Rapid River (Zoomarine)


Die von L&T Systems erbaute Anlage ist ein grandioses und vor allem nasses Vergnügen, welches man, wenn man denn in dem Park ist, keinesfalls auslassen sollte. Ein wenig ärgerlich ist dabei natürlich die erst recht späte Öffnungszeit der Anlage, die daraus jedoch resultierende Verweilzeit in dem Park ist sie dennoch wert.

 

Neben den einzelnen Shows, von denen ich mir leider keine weitere mehr angesehen habe, kann man noch den Zoomarine Beach besuchen und die dortigen zwei Wasserrutschen und das große Wasserbecken testen. Anderenfalls bietet der Park noch ein 4D Kino mit einem Realfilm über Schildkröten, ein schön gestaltetes Karussell, eine kleine Schiffschaukel und ein Riesenrad. Zoomarine ist ein Park der in erster Linie recht teuer daherkommt, vor allem wenn man ihn nur wegen seiner Achterbahn besuchen würde. Sollte man sich jedoch die Zeit nehmen und sich die Shows, das Aquarium und die erst später eröffnenden Attraktionen ansehen, so ist Zoomarine ein guter Park, bei dem das Preis-/Leistungsverhältnis doch irgendwie zu stimmen mag.

Mit einem Drehwurm ins kühle Nass


Der Freizeitpark oder besser gesagt Wasserpark Aquashow Park befindet sich in Quarteira und ist zumindest von der Fläche her der größte Park des Landes und zumindest theoretisch in die zwei ihn beschreibenden Komponenten geteilt. Betritt man den Park so betritt man zuerst den Freizeitparkbereich des Parks, durch einen getrennten Eingang mitten im Park kann man den Wasserpark betreten. Zusätzlich bietet der Park noch einen Haufen Zusatzaktivitäten, wie ein Space Center, Museum über portugiesische Geschichte oder eine Schlittschuhlaufbahn, die jedoch allesamt nicht im Eintrittspreis inkludiert sind.

 

Direkt am Eingang schwingt sich eine Fabbri Schaukel mit Außenblick in die Höhe, bei der meine Erwartungen berechtigter Weise sehr hoch waren, denn wer die artgleiche Anlage aus dem Flamingo Land Resort in Yorkshire kennt, der weiß wie man es mit starker ausgeprägter Airtime übertreiben kann, leider war hier aber die Fahrt deutlich kürzer und nur in eine Fahrtrichtung gerichtet, so dass sich meine Begeisterung in Grenzen hielt. Die erwünschten Fahreigenschaften wurden zwar auch hier geboten, dennoch war die Airtimeorgie einfach nicht dieselbe.


Aquashow Park
Top Swing (Aquashow Park)
Aquashow Park
Aquashow Park


Direkt gegenüber dreht seit einigen Jahres der erste europäische Air Race seine Runden. Dieses Fahrgeschäft war es welches mir den Aquashow Park schon länger auf die Liste meiner zu besuchenden Freizeitparks gestellt hat, auch wenn es seit dem letzten Jahr eine deutlich nähere Anlage im Kopenhagener Tivoli gibt und der Anlagentyp mittlerweile immer öfter in der internationalen Parklandschaft vorzufinden ist

 

Sobald die Fahrt gestartet ist schaukelt sich der Fahrgastträger langsam in die Höhe und erzeugt dabei eine sehr bizarre Hangtime, die man zwangsläufig auch gerne mal etwas länger genießen darf. Einmal Fahrt aufgenommen überschlagen sich die Fahrgastträger nun mit einem durchaus rasanten Tempo und das keineswegs kraftlos. Zwischenzeitlich wird auch mal die Fahrtrichtung umgekehrt, wodurch sich bei fortschreitender Zeit einige Überschläge in beide Fahrtrichtungen summieren und somit in der Summe eine durchaus interessante und abwechslungsreiche Fahrt erzeugt wird.

 

Auf dem Weg zur Montanha Russa läuft man zwangläufig am Grauzonencount Aquafly entlang, der zumindest in der Theorie ein Splash Battle in luftiger Höhe darstellen soll. Um genug Wasser im Tank zu haben machen die, als Wasserflugzeuge gestalteten, Wagen in einem Wasserbecken halt um dann den Streckenverlauf, ähnlich einer Gondelbahn, mit konstanter Geschwindigkeit zu absolvieren. Da niemand anderes auf der Anlage war konnte die Fahrt nicht sonderlich überzeugen, leider stellten sich zudem die Kanonen, ähnlich den Preston & Barbieri Systemen als ziemlich ineffizient heraus.

 

Durch seine offene Struktur wirkt die Anlage wie eine Achterbahn, durch die unnötigen Bremsen während des Fahrtverlaufs wird dieses sicherlich noch verstärkt, jedoch ist die Fahrt in einem Darkride wie Eftelings Droomvlucht deutlich rasanter und allein dadurch einer Achterbahn bereits deutlich ähnlicher.


Aquafly (Aquashow Park)
Aquafly (Aquashow Park)
Air Race (Aquashow Park)
Air Race (Aquashow Park)
Air Race (Aquashow Park)


Zweifelslos eine Achterbahn, sofern man den Parkflyer denn glauben möchte, ist Europas einziger und zudem größter Watercoaster Montanha Russa. Klar, wer Poseidon und Skatteøen kennt wird diesem wohl kaum zustimmen, es spiegelt aber den Humor des Parks wider und ist eine geschickte, wenngleich verlogene Werbung. Die Gestaltung der Anlage ist dabei ungewohnt minimalistisch, aber nicht nur das zeichnet die Bahn aus.

 

Einmal durch die gesamte Anlage gelaufen und endlich den Eingangsbereich gefunden ging es zugleich in das nächstbeste Boot. Der Fahrtverlauf ist identisch mit Poseidon und so dümpelt das Boot ein wenig an der Wartungshalle der Anlage herum um kurz darauf mit einem kräftigen Ruck in die Kette einzuhacken und den Lifthill empor zu steigen. Oben folgt eine kleine 180° Wende um kurz darauf das berüchtigte Highlight diesen Streckenverlaufs hinter sich zu bringen, bei dem selbst das Händeheben eine Mutprobe sein kann. Es wäre falsch zu sagen, dass sich die Anlage sanft fahren würde, jedoch fährt sie sich an dieser Stelle die alle Wasserachterbahnen dieses Typs in Europa gemein haben, am besten, supermoderne Fertigung beim neuesten Modell hin oder her. Die nachfolgende Schussfahrt ist bekanntermaßen sehr schwungvoll, der Nässegrad überraschender Weise auf einem hohen Niveau vorhanden.

 

Voller Vorfreude auf den nächsten Schlag beim Einhacken in den Lift, welcher jedoch ausblieb, trocknet einen die portugiesische Sonne ein wenig. Es folgt der Blick aus luftiger Höhe bis die zweite Schussfahrt folgt. Auch hier wird man durch die Form der Abfahrt ein wenig aus dem Sitz gerissen bis man mit voller Geschwindigkeit über den Bunnyhop brettert um kurz darauf ordentlich geduscht zu werden. Dieses liegt leider nicht an der, durch das Boot erzeugten, Welle, sondern vielmehr an der günstig platzierten Brücke über den Splashbereich, bei der das Wasser gebrochen wird und auf das Boot niedergeht. Um die Passanten auf der Brücke zu befeuchten müsste diese jedoch gänzlich woanders platziert worden sein.


Montanha Russa (Aquashow Park)
Montanha Russa (Aquashow Park)
Montanha Russa (Aquashow Park)
Montanha Russa (Aquashow Park)
Montanha Russa (Aquashow Park)


Von dieser Brücke aus startet der Aufgang zu der diesjährigen Neuheit des Parks und zugleich der Grund, warum man die Trennung von Wasser- und Freizeitpark nicht mehr ernst nehmen kann. Dabei handelt es sich um eine einfache, jedoch keinesfalls kleine, Mattenrutsche. Interessant dabei ist jedoch der Umstand, dass hierfür das Auffangbecken auf eine Sohle gebaut wurde und man dieses über ein Stahlpodest verlässt. Während sich die Mattenrutsche im Slide & Splash bereits als sehr lustig herausgestellt hatte vermisst man hier jedoch das Wasserbecken am Ende der Fahrt, denn die Bremsung ist keinesfalls angenehm, zumindest für Männer. Dennoch ist das Erlebnis ausreichend groß um den langen Weg in Richtung des Startpunktes erneut auf sich zu nehmen.

 

Durch ein Drehkreuz geht es in den Wasserpark, wo sich unter einer eigenartigen Konstruktion das große Wellenbecken und die immense Anzahl von Liegen befinden, die hier aber nicht gemietet werden müssen. In diesem Bereich enden auch vier der sogenannten Slow Slides, dessen einzelnen Namen eher das widergeben, was sie tatsächlich bieten. Es ist schon ein wenig seltsam wenn man seine viel zu schnellen und airtimereichen Bodyslides langsam nennt, es ist aber kein Wunder wenn man langsam bemerkt hat, dass sich der Park nicht ganz so ernst nimmt. Hier findet man eine Vielzahl wunderbarer Rutschen, die nicht nur allesamt eine rasante Strecke mit guten Wasserfluss aufweisen können, sondern leider auch einen recht langen Weg zurück zur Startposition.

 

Vorbei an der bereits aus dem Slide & Splash bekannten Breitrutsche ging es in Richtung Parkrand, wo sich der belanglose und nicht wirklich ansehnliche Lazy River befindet. Da es jedoch eine in einer endlosen Helix abführende Rutsche gibt, die in diesem endet, wurde auch der Lazy River getestet. Optisch ist die Wildsnake Rutsche arg gewöhnungsbedürftig und auch von der Fahrt her in dieser Reifenrutsche eher langweilig.

 

Nach einer gefühlten Ewigkeit endlich am Ende des Strömungskanals angekommen ging es den Berg mit einem anderen Reifen in Richtung der größten Rutsche des Parks hinauf. Dabei handelt es sich um eine ausgewachsene Version der Tsunami Rutsche von Polin, die wie auch die Anlage im Djurs Sommerland durchaus den einen oder anderen Adrealinsschub erzeugen kann. Im Gegensatz zu der Anlage in Dänemark pendelt man hier nicht nur aus, sondern wird gegen Ende der halfpipeartigen Sektion von zwei groß geratenen Führungsrollen in die nächste Sektion gedrängt. Dort geht es über ein paar Hügel in Richtung des Auffangbeckens am Ende des Berges.


Aquashow Park
Aquashow Park
Aquashow Park
Aquashow Park


Der Aquashow Park ist ein durchaus passabler Wasserpark mit einigen Attraktionen die man so auch in manchen Freizeitpark findet. Im Generellen bietet der Park mehr als er eigentlich sollte und so wirkt ein Space Center zum Beispiel komplett deplatziert, auch über die Schlittschuhbahn kann man sich streiten und ob man obendrein auch noch die Shows bieten muss die alle anderen Parks der Algarve auch zu bieten scheinen. Nichts desto trotz sollte man das Gesamtpaket mal auf sich wirken lassen, der grandiose Park dessen Werbung bereits in Porto zu sehen ist, ist er zumindest nicht.