Ein Besuch bei Walibi und Co.


Ausgeruht ging es am nächsten Morgen in den Park, wo wir glücklicher Weise den geringsten Anreiseweg bewältigen mussten. Stefan schon halbwegs angeschlagen von der Tour konnte es kaum erwarten endlich den Einlass zu den Fahrgeschäften zu kommen, jedoch musste davor die Walibi typische Eröffnungszeremonie abgehalten werden, welche hier wirklich gut gemacht wurde und wunderbar komödische Ansätze vorweisen konnte, während in Belgien nur ein Schlüssel überreicht wird.

 

Verwundert dass der Xpress so nah am Eingang steht ging es mit Sauseschritt in Richtung Station, wo der erste Zug schon auf seine Abfahrt wartete. Bernd überließ Stefan und mir die erste Fahrt und geduldete sich noch einige Minuten. Die Bahn selbst macht Spaß, sollte aber mal neu gestrichen werden. Im Vergleich zu den Indooranlagen verliert das Vekoma Wollknäul leider etwas an Attraktivität, dennoch ist die Anlage nicht schlecht und kann somit des Öfteren mal gefahren werden.

 

Da der Park noch recht leer war und sich der Xpress langsam füllte ging es weiter in Richtung Goliath, wo wir einige Fahrten in Folge leisten konnten. Den Hype den diese Bahn besitzt kann ich nicht verstehen, denn bis auf den Stengel Dive, sowie der einen Ejector-Airtimestelle bietet die Bahn nichts Besonderes und wird teilweise wirklich lahm durchfahren. Aber eines muss man der Bahn lassen, sie sieht schon sehr gut aus.

 

In quasi der gleichen Ecke, nur durch die unglückliche Wegführung sehr weit entfernt, liegt der Prototyp aller SLC Coaster, welcher Bernd auf den ersten Blick überzeugen konnte. Dank einer Wartezeit unter 5 Minuten waren einige Fahrten während des Tages abzuleisten, vor allem wenn einen ein Bayer andauernd in die Bahn hinein ziehen musste.


Walibi World
Walibi World
Walibi World
El Condor (Walibi World)


Zwischenzeitlich wurde auch den verschiedenen Rund- und Hochfahrgeschäften Tribut geleistet. Während die Mexicohüte und die Frisbee nicht wirklich überzeugen konnten, so schafften dieses der TopSpin, die Enterprise, sowie der Magic, welcher sich zu dieser Zeit leider die Gondeln nicht heben konnte. Der S&S SpaceShot des Parks ist leider vom Abschuss her nicht so schön wie ein Shot n Drop von HUSS und konnte Stefan daher leider nicht überzeugen, auch die Sitze waren nicht sein Fall, obwohl diese eigentlich in Ordnung gehen.


Nach einigen Fahrten brauchte Stefan eine Pause, da das Wetter ihn etwas schwächeln ließ. Im Allgemeinen hatten wir viel Glück mit dem Wetter, was eine Tour im April nicht immer garantieren kann. Nach einer Fahrt auf Goliath war von Stefan plötzlich keine Spur mehr und so machten sich Bernd und Ich auf die Suche.


Wir fuhren auf unserem Weg alles was uns in den Weg kam und womit Stefan möglicher Weise gefahren wäre, auch fuhren wir mache Sachen, wie den genialen Splashbattle gleich zweimal hintereinander, man wusste ja nie ob Stefan dieses auch tat.


Neben Woks Waanzin, einem Tivoli Medium, der deutlich mehr Spaß gemacht hatte als die Tivoli large Versionen ist auch eine Wilde Maus aus dem Hause Mack vorzufinden, welche durch eine sehr unsanfte Fahrt bei mir in Erinnerung blieb. Eine Fahrt auf des Fliegenden Holländers Gold Mine war daher eine Erfahrung die im Jahre 2011 nun auch die Franzosen erleben können, bei mir zumindest haben eine Hand voll Fahrten gereicht und so würde ich dir Bahn als eine der schlechteren Mäuse abstempeln, aber immer noch vor denen mit der erweiterten Strecke, bekannt aus den Legoländern und dem Europa Park.


Auch haben wir während Stefans Abwesenheit den Vekoma Wooden Coaster Robin Hood austesten können, welcher uns gleich um einiges mehr überzeugen konnte als sein Bruder aus Belgien. Das Layout ist zwar etwas offener, aber durch die ganzen Hügel auch um einiges spaßiger. Man sieht im ganzen Zug zwar kaum Hände in der Luft, da sich die Leute lieber irgendwo im Zug festhalten, jedoch verliert die Bahn dadurch nicht an Fahrspaß und vor allem nicht am Wooden Feeling, welches man hier wirklich gut erleben kann. Am Ende des Tages sind wir einige Runden hintereinander gefahren, zumindest war sie ein sehr würdiger Abschluss für eine tolle Tour.


Nach einiger Zeit haben wir Stefan bei Xpress wiedergefunden, da er sehr angeschlagen war hatte wurde er von einem Mitarbeiter zum Erste Hilfe Raum geführt, wo er erst einmal einige Stunden ausgeschlafen hatte. Mit ihm ging es auch in die Wildwasserbahn des Parks, wo wir leider sehr enttäuscht wurden. Naja, nicht jede Wildwasserbahn mit dem gleichen Layout kann so genial sein wie Flashback, leider.


Auch waren wir sehr enttäuscht die Vekoma Raftinganlage des Parks nicht fahren zu können, vielleicht klappt dieses beim nächsten Mal. Auf jeden Fall ist dieser Park einen Besuch wert, ihn jedoch als Thrillhochburg oder als europäische Achterbahnhauptstadt zu verkaufen würde ich nicht. Der Park ist ein sehr guter Familienpark und im Vergleich zu seinem belgischen Bruder auf jeden Fall einen Besuch wert.