Auf den Spuren des Studio100


Nach einer frühmorgendlichen Irrfahrt durch die wirklich schöne Stadt Gent kamen wir den belgischen Küstenort de Panne immer näher. Die Parkplatzfindung gestaltete sich relativ gut und von außen sah der Park auch gar nicht mal so schlecht aus.

 

Doch im Plopsaland trügt einen der Schein leider öfters. Nachdem der Park die Wege freigegeben hat erkundeten wir vorerst den Streichelzoobereich des Parks, wo leider keines der hin geklatschten Fahrgeschäfte geöffnet hatte. Im Grunde hatte in den frühen Morgenstunden kaum etwas geöffnet, so dass unser Plan den frisch geöffneten Launched Coaster Anubis – the Ride zu fahren erst einmal einige Stunden warten musste, gleiches galt für die anderen Coaster bis auf die Caripro Fledermäuse.

 

Dementsprechend bildete sich hier schon eine längere Schlange die man locker hätte umgehen können wäre man vom Anfang an in diese Ecke gelaufen. Nichts desto trotz stellten wir uns an, mit der Erwartung auf einem lustigen kleinen Suspended Coaster, jedoch erwies sich diese Bahn als das Böse schlechthin. Der Ein- und Ausstieg in die Gondeln ist für ausgewachsene Personen nicht gerade einfach, wenn man nicht aufpasst kann man hier ziemlich schnell irgendwo hängenbleiben und sich auf den Boden legen. Das schlimmste an der Fahrt ist jedoch die Lifteinfahrt die einen nicht nur die Fähigkeit nimmt irgendwann mal Kinder zu machen, sondern einen regelrecht verdrescht.

 

Nach und nach öffneten immer mehr Fahrgeschäfte und so konnten wir alle Mackfahrgeschäfte des Parks testen. Der Supersplash hat einen tollen Lift, sowie eine anständige Strecke mit Unterquerung des HUSS Pirats, jedoch einen sehr trockenen Nässegrad. Auch wird die Kapazität der Anlage nicht anständig ausgenutzt. Der Powered Coaster Draak gehört wie sein Kollege aus dem Bobbejaanland zu einen der längeren und neuesten Versionen. Nur leider scheint man hier das Wort Power nicht zu kennen, denn die Bahn kriecht an einigen Stellen nur so über die Strecke. Schön ist jedoch die Einbindung mit der Mackschen Wildwasserbahn älteren Baujahrs. Diese Bahn hat einen anständigen Nässegrad, ist jedoch stark renovierungsbedürftig und das Wasser stank nach Müllhalde.


Plopsaland
Super Splash (Plopsaland)
Super Splash (Plopsaland)
Piratenboot (Plopsaland)


Um halb 12 stellten wir uns in die Schlange von Anubis - the Ride, welcher auf der Fernsehserie Het Huis Anubis basiert, zu Deutsch Das Haus Anubis. Dieses ist von außen auch verdammt schön anzusehen und der Coaster sieht von außen auch verdammt schön aus. Hinter uns bildete sich dank dem Neuheiten Bonus eine sehr lange Schlange und daher hieß es nach Öffnung des Hauses durch dieses zu rennen. Der Queue ist schick und stimmig, nur trüben die Bilder der Serie das Gesamtbild und auch der Soundtrack hängt einen irgendwann aus den Ohren raus. Die größte Schwachstelle der Bahn findet sich dann im zweiten Stock des Gebäudes, die Station.

 

Während die Achterbahn einen wunderbaren Launch vorweisen kann und durch den TopHat, dem DiveLoop, sowie die kranke Heartlineroll am Ende drei wirklich hervorragende Elemente bietet, so enttäuscht neben den Immelmann auch die Kapazität. Das Plopsaland ist der einzige mir bekannte Park welcher es vollbracht hat 3 vollbeladene Wagen innerhalb der Station zu haben, wobei 2 davon auf eine Entladung warten. Das Problem hierbei sind die Stauräume für die Taschen und der viel zu schmal geratene Ausstiegsbereich, wo es sich leider sehr schnell staut und zwischenzeitlich kaum etwas vorangeht.


Anubis - the Ride (Plopsaland)
Anubis - the Ride (Plopsaland)
Anubis - the Ride (Plopsaland)
Anubis - the Ride (Plopsaland)


Hingegen geht es bei Zierer wie immer etwas schneller voran, immerhin ist die Kapazität eines Tivoli large Zuges auch verdammt groß. Dongos Race ist nett gestaltet und wie alle großen Tivoli Anlagen kaum zu überhören.

 

Bei Vekoma ist beim kleinen Rollerskatermodell alles etwas größer geraten, zumindest was die Umgebung angeht. Die Fahrt ist ok und die Durchquerung der riesigen Waschmaschine ein nettes Feature. Nur leider war der Einstieg alles andere als leicht.


Dongos Race (Plopsaland)
Rollerskater (Plopsaland)
Rollerskater (Plopsaland)


Der Park wurde mit voranschreitender Zeit immer voller und der Hunger von Bernd und Stefan immer großer. Das Baumschnellrestaurant hat die zwei ziemlich fasziniert, so auch die Preise die, wie auch der Parkeintritt, etwas höher geraten sind.

 

Im Rundfahrgeschäftssektor ist der Park gut bestückt und deren Koggenfahrt fuhr sich gut, leider waren an den anderen Fahrgeschäften die Warteschlangen mittlerweile so lang geraten, so dass uns irgendwann die Lust ausging und wir uns nur noch für die Parkeisenbahn anstellten. Durch das Füttern der Tiere ist diese Bahn schon ein Erlebnis was man so nicht oft erleben kann, genauso wie das Entgleisen des Zuges nach überfahren einer fehlgestellten Weiche.

 

So langsam verging uns immer mehr die Lust und so machten wir uns am Nachmittag, nach einigen Wiederholungsfahrten auf Anubis - the Ride und dem Supersplash, auf in Richtung unseres F1 Hotels in Waalwjik, welches wir per Zufall fanden, als Bernd unbedingt zu McDonalds zum Essen wollte. Ein Glücksgriff, denn dieser Fastfoodschuppen ist nach den naheliegenden Park de Efteling thematisiert.

Auf nach Waalwjik


Da Bernd nach der etwas längeren Fahrt Hunger bekam und ein McDonalds sah gab ich nach und brachte und entdeckte auf einem Zufall heraus dass genau nebenan unser gesuchtes Hotel stand. Der Freizeitpark Efteling ist nur wenige Kilometer von diesem Hotel entfernt und so ist es dieses sehr gepflegte Formule 1 Hotel ein ideales Hotel für Reisende mit einem nicht so großen Geldbeutel oder schlichtweg für Personen auf der Durchreise.

 

Sollte es mal dazu kommen das ein Tourteilnehmer morgens das Zimmer verlässt, so sollte sichergestellt werden, dass dieser sowohl die Zimmernummer, als auch den Code zum betreten jenen Zimmers hat, da es sonst durchaus zu einer ziemlich lustigen Begebenheit kommt. Auch sollte man als verbleibender Insasse des Zimmers darauf achten nicht wieder einzuschlafen und das Zimmer somit von Innen öffnen zu können. Wie dem auch sei, es kam wie es kommen musste und Stefan der das Zimmer nur wegen einem kurzen Gang unter die Dusche verließ bekam keine Antwort mehr aus unserem Zimmer und klopfte fortan an jeder Tür, wo er dachte deutsches Fernsehen im Hintergrund zu hören. Nach etwa einer halben Stunde und sehr großer Verwunderung warum es denn ständig klopfte machten sich Bernd und Ich uns auf die Suche nach der Ursache und fanden kurzerhand später Stefan, der es uns glücklicher Weise nicht Übel nahm die Tür nicht geöffnet zu haben.