Ein Tag in Großbritanniens favorisierten Seaside Resort


Die Küstenstadt Blackpool an der Irischen See war schon immer ein Ort der Unterhaltung und ein Ort um seinen Urlaub hier zu verbringen. Dementsprechend ist auch das Angebot entsprechend ein wenig größer als in anderen Badeorten, welches man vor allem an der Anzahl der Hotels und Pensionen in dieser Stadt sehen kann.

 

Jedoch ist ausgerechnet dieser Ort mit seiner meilenweiten Promenade kein wirklich schöner Küstenort. Wo man in anderen Städten an der Waterfront von Reichtum überschwemmt wird, so findet man hier haufenweise Casinos, 1-Pfund Läden und Outletstores. Die Küstenstraße selbst ist mit recht seltsamen Beleuchtungselementen versehen, die nur für den Herbst gebraucht werden und entlang der Straße gibt es einige, nur bei mehr Andrang öffnende, Touristenfallen.

 

Nichts desto trotz kann gerade eine Stadt wie Blackpool einige wirklich gute Sehenswürdigkeiten hervorweisen. Hier sei natürlich allem voran der Pleasure Beach genannt, aber auch Merlin Entertainments hat es sich nicht nehmen lassen ihre Marken hier zu etablieren und sich um den Tower, sowie dessen Angebote zu kümmern.

 

In dem Gebäude des Turms, welcher gerade einmal die Hälfte seines Vorbilds aus Paris erreicht, befindet sich ein Ballraum, ein Circus, ein Kinderparadies, ein Dungeon, sowie das Blackpool Tower Eye, welches die Turmbesteigung, wie auch einen 4D Film beinhaltet. Von den oberen Etagen des Fachwerkturms hat man eine tolle Sicht auf die Stadt unter einem, auf die Insel Isle of Man und die irische See im Allgemeinen, sowie auf den Pleasure Beach und den drei Piers.

 

Gegenüber des Turms kann man einige gute britische Witze auf dem Comedy Carpet lesen, ein riesiger begehbarer Platz mit bedruckten Steinplatten, welcher an eine alte englische Zeitung erinnert. Einige Meter weiter in Richtung Süden kann man dem Sea Life Center einen Besuch abstatten, welches durchaus nett gestaltet wurde und eine große Ansammlung an Haien vorweisen kann. Erneut einige Meter weiter südlich trifft man auf das Madame Tussauds, welches zwar weniger politisch oder international daherkommt, aber einige wirklich gelungene Figuren vorweisen kann und darüber hinaus wirklich gut gestaltet wurde.

Revolution in der vertikalen Realität des Pleasure Beach Blackpools


Stelle man sich den versifftesten Ort im generell ein wenig versifften England vor, so ist es definitiv Blackpool. Jedoch hat auch dieser Ort an der Irischen See in der Grafschaft Lancashire seinen Charme, auch wenn einen recht eigensinnigen, und mit dem Pleasure Beach eine wirkliche Perle der Unterhaltungskultur.

 

Es war mein zweiter Besuch in dieser Stadt, die Ich eigentlich meiden wollte, und dennoch zog der Ruf nach einer revolutionären Achterbahn, welche beim ersten Besuch noch renoviert wurde, hierher. Zu dieser Zeit war es im Ort selbst, durch französische Urlauber, auch ein wenig belebter und aushaltbarer. Seinen wirklichen Charme wird Blackpool sicherlich erst in der Hauptsaison oder während der Illuminations im Herbst zeigen.


Pleasure Beach Blackpool
Pleasure Beach Blackpool
Pleasure Beach Blackpool

Pleasure Beach Blackpool
Pleasure Beach Blackpool
Pleasure Beach Blackpool


Einer der weiteren Besuchsgründe war Thrill-o-matic, die neugestaltete Themenfahrt von Arrow Dynamics, welche zuvor als Gold Mine fungierte. Die Hauptakteure der Fahrt sind die in England sehr bekannten Figuren Wallace & Gromit, deren Kurzfilme zwar auch in Deutschland Anhänger finden, jedoch die Spin-Off Serie Shaun das Schaf deutlich populärer ist.

 

Die Fahrt gestaltet sich als sehr interessant, zumal die Streckenführung sehr ungewöhnlich ist. Passend zum Titel absolviert man hier eine Berg und Talfahrt vorbei an Szenen der Filme. Die Gestaltung dieser ist ungewöhnlich originell und die Effekte wurden allesamt gut abgestimmt, so dass man die Anlage durchaus als einen der besten Darkrides schlechthin nennen kann, wenn man sich mit der Thematik schon im Voraus ein wenig auskennen würde. Hier liegt dann auch das einzige wirkliche Manko der Themenfahrt, denn sollte man sich nicht im Wallace & Gromit Universum auskennen, so kann man mit der Anlage selbst auch nicht wirklich etwas anfangen. Die Fahrt hingegen ist und bleibt schön gestaltet und im Allgemeinen auch sehr gut, jedoch sollte man Vorahnung haben um wirklich 100% der Fahrt zu genießen.


Walace & Gromit Thrill-o-matic (Pleasure Beach Blackpool)
Walace & Gromit Thrill-o-matic (Pleasure Beach Blackpool)
Walace & Gromit Thrill-o-matic (Pleasure Beach Blackpool)


Die zweite Neuheit für mich war der einzige Shuttle Coaster Arrow Dynamics auf europäischen Boden. Unter wirken eines zur Revolution leitenden Soundtracks geht es die Treppe zur Station des Launched Loops hinauf um dort eine offene Station mit einem leeren viergliedrigen Zug vorzufinden. Seitdem die Anlage nicht mehr vom schottischen Nationalgetränk ohne Alkohol Irn Bru gesponsert wird erstrahlt die Struktur in einer edlen grau-weißen Farbkombination, auf der ein dunkelroter Zug seine Wege vollzieht.

 

Die Fahrt beginnt recht bizarr, denn der Abschuss fühlt sich an, als würde man in einem Einkaufswagen ein wenig schneller geschoben werden, was jedoch darauf passiert ist kaum in Worte zu fassen. Auf der Kuppe hinunter ins Tal wird man derartig stark in den Bügel gerissen, wie es abartiger nicht sein könnte. Ein leichtes Abheben, wie es in den alten Berichten hieß ist stark untertrieben. Im Tal angekommen und mit seinem Hintern wieder im Wagen folgt auch schon der Looping, welcher sich haargenau so fährt, wie sich ein Looping fahren sollte, nämlich mit ordentlich Druck. Es folgt die zweite Abfahrt und die zweite Kuppe, die einen auch wieder in die Schulterbügel wirft. Was nun kommt ist für einen Shuttle Coaster nichts außergewöhnliches, aber wenn man das gerade erlebte in seinem Gedanken Revue erleben lässt so kommt einem doch ein wenig das Gefühl der Ehrfurcht auf. Für diesen Gedankengang hat man darüber hinaus sogar einiges an Zeit, bis das Unausweichliche eintritt und der Launch das Spiel rückwärts einläutet, jedoch auf der letzten Kuppel tatsächlich nur noch leichtes Abheben ermöglicht.

 

Die Revolution ist nicht nur durch ihre unvergleichbare Stützstruktur interessant, sondern auch durch ihre Fahrt, welche selbst einem Shuttle Loop von Schwarzkopf zeigt wo es langgeht. Obwohl der Abschuss nicht so stark ist wie bei den Schwarzkopfschen Anlagen, so kann die Anlage ein Attribut vorweisen, welches deutlich hervorsticht, nämlich Airtime. Eine derart ausgeprägte Form dieser findet man selten und dann meist nur in den letzten Reihen eines Zuges, wie es beispielsweise bei Nessi im Hansa-Park der Fall ist. Hier hingegen erlebt man sie zwangsläufig überall im Zug, wobei der erste Wagen bevorzugt davon betroffen ist. Revolution ist daher eine Achterbahn, wie man sie nur selten findet, weshalb man sie erleben sollte, solange sie noch da ist. Die umfangreichen Überarbeitungen an der Anlage lassen auf eine wirklich lange Lebenszeit hoffen.


Revolution (Pleasure Beach Blackpool)
Revolution (Pleasure Beach Blackpool)
Revolution (Pleasure Beach Blackpool)
Revolution (Pleasure Beach Blackpool)
Revolution (Pleasure Beach Blackpool)


Aber nicht nur die Revolution ist mit ausgeprägteren Kräften bestückt als man es erwartet, sondern auch der Suspended Looping Coaster Infusion, welcher wie auch die Big One zu einer Fahrt in der vertikalen Realität einlädt. Die Fahrt verläuft im Vergleich zu anderen Anlagen dieses Typus gefühlt 20 km/h zu schnell. Die Inversionen werden daher allesamt schnell durchfahren, was sich vor allem auf die nacheinander folgenden Inline-Twist gegen Ende der Fahrt auswirkt, denn diese ziehen dann doch recht ordentlich.

 

Würde sich jeder Vekoma SLC genauso fahren, so wäre der Unterschied zu diversen Batman Achterbahnen des Herstellers Bollinger und Mabillard nur noch marginal. Die Wassereffekte, sowie der allgemeine Fahrkomfort sind Argumente, die mitsamt der umwerfenden Rollen, zu der einen oder anderen Wiederholungsfahrt in der vertikalen Realität einladen.


Infusion (Pleasure Beach Blackpool)
Infusion (Pleasure Beach Blackpool)
Infusion (Pleasure Beach Blackpool)


Die Möbius Achterbahn Grand National, welche durch das Out- & Back Layout, sowie das stets gegebene Renngefühl auf beiden Spuren theoretisch wirklich gut sein müsste, erfreut sich bei vielen Fans besonderer Anerkennung. Tatsächlich sind die fiesen Doubledowns und die zahlreichen Camelbacks ausschlaggebend dafür wirklich interessante Airtime zu erleben, aber auch nur sollte die Anlage tatsächlich warmgefahren sein. An den Tagen meiner Besuche, welche vom Andrang ein Durchgehen bei allen Attraktionen hervorgerufen haben, war ein Abheben kaum möglich, auch hat sich der Bügel stets so bescheiden geschlossen, so dass die nachfolgenden Meter eher einer Prügelstrafe nah kamen.

 

Es ist keine Freundschaft zwischen mir und der Anlage entstanden, so Leid mir dieses auch tut mich mal wieder gegen die Meinungen meiner Freunde stellen zu müssen. Auch wenn deren Stimmen immer wieder aufschreien, dass Grand National wahnsinnig ausgeprägte Airtime aufweisen kann und daher als beste Holzachterbahn par excellence angesehen werden soll, so ist der Big Dipper die deutlich interessante und auch bessere der beiden Anlagen.

 

Diese klassische Holzachterbahn, welche in ihrer Größe auch weiterhin als putzig angesehen werden sollte, hat mich bei diesem Besuch tatsächlich überrascht. Auch wenn Ich weiterhin, wie bei allen Anlagen des Parks, denke, dass die Züge kaum für die Achterbahnen geschaffen wurden, immerhin driften sie alle in den Kurven manchmal recht besorgniserregend ab, so ist die allgemeinen Laufruhe doch besser als im Gedächtnis gespeichert. Auf jeden der Hügel war ein markantes Abheben möglich, die Kurven fuhren sich gut und das seltsame herumgewippe des Vorjahres blieb aus.


Big Dipper (Pleasure Beach Blackpool)
Big Dipper (Pleasure Beach Blackpool)
Big Dipper (Pleasure Beach Blackpool)
Big Dipper (Pleasure Beach Blackpool)
Grand National (Pleasure Beach Blackpool)


Da die Pferdereitanlage Steeplechase während des Besuches neue Bremsanlagen bekam, war eine Fahrt auf keinen der Spuren möglich. Die etwas andere Achterbahn des Herstellers Arrow Dynamics ist durchaus immer wieder eine Fahrt wert, vor allem da mir weder die grüne, noch die gelbe Spur bei meinem letzten Besuch vergönnt war.

 

Auch bei der Big One stand man anfangs noch vor einer geschlossenen Anlage, welche glücklicher Weise im späteren Verlauf, wie angepriesen noch eröffnete. Wie oftmals bei Anlagen die im späteren Verlauf erst öffnen strömte die im Park vorhandene Besuchermenge und machte eine Reihe der Warteschlange in der Station tatsächlich voll, so dass man sich in Bedrängnis gesetzt fühlte die letzten zwei Wagen doch noch freizugeben. Nachdem der erste Andrang weggefahren wurde war fortan durchgehen bis in die Station angesagt und theoretisch freie Sitzwahl.

 

Die Big One hat in der Fangemeinschaft der Achterbahnliebhaber leider keinen recht guten Stellenwert, oftmals wird von Körperverletzung und anderen Ungereimtheiten gesprochen. Jedoch ist die Große Eine keinesfalls schlecht, wenn auch in der letzten Reihe nicht unbedingt ein Erlebnis, welches man gleich darauf erneut erleben möchte. Die vorderen Reihen hingegen fahren sich allesamt in einem guten bis sehr guten Bereich.

 

Im Vergleich zu anderen Achterbahnen höherer Bauart, welche es in Europa gar nicht mal so oft gibt, kann die höchste, schnellste, steilste und längste Achterbahn in der vertikalen Realität ein sehr ausgeprägtes Gefühl für Geschwindigkeit vermitteln. Der First Drop ist vom Fahrgefühl kaum in Worte zu fassen, der darauffolgende Hügel fährt sich zwar airtimelos aber schön, die Wende wird schnell passiert und die Hügel vor der Blockbremse fahren sich interessant. Es folgt besagte Bremse, bei deren Einfahrt man ein wenig abhebt und ein kurvenreicher Part bis es dann zur Endbremse übergeht.

 

Die Big One ist eine Achterbahn die man keinesfalls mit den großen Anlagen von Bollinger und Mabillard vergleichen kann und darf, denn ein langweiliges Auf und Ab wie bei Silverstar wird hier nicht geboten. Statt dessen bekommt man mit dem Hyper Coaster aus amerikanischen Hause eine sehr schnelle und vor allem lange Achterbahnfahrt geboten, die, sofern man nicht mit Vorurteilen gegenüber genau diesem Hersteller die Bahn besteigt, überrascht und gefallen kann.


Big One (Pleasure Beach Blackpool)
Big One (Pleasure Beach Blackpool)
Big One (Pleasure Beach Blackpool)
Big One (Pleasure Beach Blackpool)
Big One (Pleasure Beach Blackpool)

Big One (Pleasure Beach Blackpool)
Big One (Pleasure Beach Blackpool)
Big One (Pleasure Beach Blackpool)
Big One (Pleasure Beach Blackpool)


Das Nickelodeon Land fand während des Besuches von einigen Grundschulklassen, die an diesem Tag in allen Blackpooler Attraktionen vorzufinden waren, regen Anspruch. Die meisten von Ihnen verbrachten damit vom Ausgang des witzigen Kindercoasters Blue Flyer zum Eingang dessen zu rennen, was natürlich die Aufsichtsperson, auch über sich ergehen lassen musste.

 

Gleiches Bild mit ein wenig größeren Kindern sah man dann beim Nickelodeon Streak, der orangenen Holzachterbahn des Parks, bei der man auch das ein oder andere Mal wirklich schön aus dem Sitz gehoben wird. Hier drehen auch die längsten Züge des Parks ihre Runden und das Gefühl des Abdriften des Zuges ist hier am ausgeprägtesten.

 

Der beim letzten Besuch defekte Twist & Splash aus dem Hause Mack war am Besuchstag sogar geöffnet, erfreute sich jedoch keiner großen Beliebtheit. Es war interessant die Anlage mal in Bewegung zu sehen und die sehr langsamen Drehungen auf sich wirken zu lassen. Sollte dieses Fahrgeschäft irgendwann mal voll sein, so macht es sicherlich auch Spaß sich in die Wasserschlacht zu werden, bei jedoch nur 2-3 Passagieren ist es jedoch nicht leicht überhaupt nass zu werden.


Avatar Airbender (Pleasure Beach Blackpool)
Nickelodeon Streak (Pleasure Beach Blackpool)
Splash Bash (Pleasure Beach Blackpool)


Hingegen eine Leichtigkeit wirklich sehr, sehr, sehr nass zu werden, wie es ein Shoot the chutes kaum mit nur einem Durchgang schafft, vorausgesetzt man wird nicht von dem anderen Boot mitten auf dem Lift geflutet, ist es eine Runde auf Valhalla zu verbringen. Man könnte es sich einfach machen und sich einen Regenponscho kaufen, um sich somit halbwegs zu schützen, oder seine Wertsachen in einem, immer noch, recht preisgünstigen Spint verschließen, um damit weitestgehend ungeschützt die Anlage auf sich wirken zu lassen.

 

Die Bootsfahrt fängt recht harmlos an. Von außen fährt man ganz entspannt in eine Halle, bei der sogar der Wasserfall am Anfang unsinniger Weise bei der Durchfahrt abgeschaltet ist. Es folgt ein Lift, wonach die eigentliche Reise nach Valhalla beginnt. Die Fahrt bis zum Drehteller wird untermalt mit epische Musik, Nebel und mythologischen Wesen, jedoch ist sie bis dahin noch sehr trocken. Rückwärts geht es dann einen Drop hinunter, welchem einem, vergleichbar mit den anderen Reversed Boat Rides von Intamin, befeuchtet. Ein wenig nass kann es ja nicht schaden durch eine Kältekammer zu fahren und somit wirkliche Kälte zu verspüren. Die Fahrt durch diesen beeindruckenden Raum dauert glücklicher Weise nicht ewig an, denn die zweite und sogleich nässeste Schussfahrt wartet auf einem. Ordentlich durchnässt, ja schon fast gesoaked, geht es durch einen Wassertunnel hindurch, welcher natürlich mitten ins Boot hineinragt. Dieser Effekt war mir bei meinem letzten Besuch nicht bekannt und so war Ich auch ein wenig darüber überrascht, kurz darauf wird nach wie vor eine Wasserkanone ausgelöst, die dann eine ordentliche Wassermenge auf einem herabprasseln lässt.

 

Valhalla wäre natürlich nicht Valhalla wenn die Fahrt hiernach schon vorüber wäre, tatsächlich geht sie aber gerade mal erst wirklich los. Nachdem man den zweiten Lifthill passiert hat überschlagen sich die Ereignisse mehr oder weniger, von den Szenen her passiert nun mehr, auch werden die Wassereffekte immer fieser. Hier sei als Beispiel eine schwingende Axt oder auch Hammer vor dem herabrollenden Baumstamm erwähnt, die einfach mal eine komplette Badenwannenladung, wahrscheinlich sogar noch mehr, von oben auf die Mitfahrer schmeißt. Spätestens hier ist man dann zu 100% klatschnass. Ein wenig später folgt ein Doubledrop als letzte Schussfahrt, wobei man erneut ordentlich durchnässt wird. Dieses liegt aber kaum in der Abfahrt selbst, sondern durch den Wassereffekt der am Ende auf einem wartet. Glücklicher Weise weiß der Pleasure Beach das die Mitfahrer von Valhalle evtl. ein wenig mehr benässt sind, denn "You will get wet! You may get soaked!" ist ja die Warnung vor der Fahrt, deren Wirkung einem Sprung in die irische See gleicht, worauf man durch ordentlich von der Seite her eingeheizt wird. Trocknen jedoch will man die Insassen auf keinem Fall, weshalb man selbst hier noch einen Wassereffekt abbekommt.

 

Die Wasserfahrt Valhalla ist eine Anlage deren Nässefaktor mir persönlich schon ein wenig zu weit geht, zumindest wenn nicht gerade draußen warme Temperaturen an der Tagesordnung sind. Es war zwar ein recht sonniger Tag, jedoch wären die Klamotten gewiss nicht während der Öffnungszeiten vorher getrocknet, weshalb die Fahrt auch erst gegen Ende des Tages stattfand. Die Fahrt selbst ist effektvoll und der Nässegrad kaum zu überbieten, dennoch sind mir persönlich Shoot the Chutes lieber.


Valhalla (Pleasure Beach Blackpool)
Pleasure Beach Blackpool
Valhalla (Pleasure Beach Blackpool)


Nachdem man Valhalla überwunden hat sollte man im Übrigen keinesfalls den Fehler machen und die Flying Machines in unmittelbarer Nähe einem Besuch abstatten. Denn diese Fahrt ist lang, schnell und der Wind ist kalt. Hier sei eine Fahrt auf dem klassischen Derby Racern eher angeraten. Die drei älteren Darkrides Alice in Wonderland, River Caves und Ghost Train sollten während dieser Trocknungsperiode auch keinesfalls außer Acht gelassen werden.

 

Wem der Eisraum aus Valhalla noch nicht eisig genug war, kann sich in den Eiskanal der Bobachterbahn Avalanche werfen. Wo zuvor die Schweizer Bobbahn des Heide Parks immer in meiner Gunst stand, so konnte die schnelle und zugleich intensive Anlage aus Blackpool dann doch ein wenig mehr überzeugen. Da hier leider nur im Einzugbetrieb gearbeitet wurde entstand die doch recht lange Warteschlange von 3 Zügen.

 

Die beste Achterbahn des Parks ist die hölzerne Achterbahn Wild Mouse, welche im Vergleich zu den Stahlmäusen deutlich wilder unterwegs ist. Nur durch einen Gurt gesichert erlebt man hier quasi im Liegen wunderbare Airtime und sehr abrupte Kurven bei denen man natürlich mit Vollgas durchfährt, denn die Geschwindigkeit wird hier erst gegen Ende der Fahrt reguliert. Wer sich über stählerne Wilde Mäuse beschwert, die angeblich zu brachial daherkommen, der sollte diese Anlage eher meiden, wer jedoch gerade diese Eigenschaft an Mäusen mag wird mit der Wild Mouse bestens bedient.


Avalanche (Pleasure Beach Blackpool)
Derby Racer (Pleasure Beach Blackpool)
Ghost Train (Pleasure Beach Blackpool)
River Caves (Pleasure Beach Blackpool)
Wild Mouse (Pleasure Beach Blackpool)


Der Pleasure Beach selbst ist ein toller Park mit einem ganz eigenen Charme, bei dem man locker einen ganzen Tag verbringen kann. Ob man einen zweiten überhaupt in Angriff nehmen sollte mag Ich auch weiterhin sehr zu bezweifeln. Jedoch gibt es hier sehr viel zu erleben bzw. erneut zu erleben, so dass sich ein Besuch auch öfters lohnt.

Ein Besuch auf der südlichen Landungsbrücke der Stadt


Seitdem der South Pier keine Achterbahn mehr bietet hat die Anzahl der Berichte über den Pier ein wenig nachgelassen. An gleicher Stelle steht nun eine klassische Wildwasserbahn, die im Angebot des nicht weit entfernten Pleasure Beach fehlt. Darüber hinaus findet man neben einigen Kinderfahrgeschäften einen Magic Dance aus dem Hause Sobema, einen Scheibenwischer, ein Autoscooter, einen Twister, sowie eine Waltzerbahn.

Die eigentlichen Highlights stehen in der Adrenaline Zone des Piers, wo die Token für die anderen Attraktionen keine Gültigkeit haben. Es handelt sich hierbei um einen Sky Coaster, eine Bungeekugel, ein Bungeetrampolin, sowie den Gyro Loop aus dem Hause Moser, bei dem es möglich ist seine eigene Fahrt durch Arretieren der Bremse, sowie vor und rückwärtsfahrten, zu steuern.

Gefahren bin Ich nichts von all dem, da die Fahrgeschäfte selbst alle recht kurz liefen. Immerhin war Ich froh dieses Mal auf dem geöffneten Pier rumzulaufen, nur um ein wenig erstaunt darüber zu sein wie klein und heruntergekommen dieser doch ist.


South Pier
South Pier
South Pier
South Pier
South Pier


Auch der Central Pier erfuhr einen Besuch


Der zentrale Pier in Blackpool ist von außen der deutlich interessante, wenn auch augenscheinlich ein wenig ruhiger ausgelegt. Hier findet man das einzige Riesenrad in Blackpool. welches lustiger Weise den vollen Stegbreite für sich einnimmt. Kurz darauf wird dieser ein wenig breiter und klassische Attraktionen wie eine Helter Skelter Rutsche, ein Autoscooter, zwei Scheibenwischer, ein Saltamonte, sowie eine der urigsten Waltzerfahrten zeigen sich in all ihrer Pracht.

 

Wie auch der in Sichtweite gelegene South Pier ist der Pier selbst auch ein wenig mehr heruntergekommen als es der Fall sein müsste. Die Preise hier kosten 10p mehr pro Token als auf dem anderen mit Fahrgeschäften bestückten Pier, jedoch scheinen sie hier auch besser zu laufen und gerade für eine Waltzerfahrt, deren Wagen per Handbremse arretiert werden können und werden müssen, ist der Aufpreis von insgesamt 30p zu verkraften.

 

Ein wenig Ungewohnt kommt jedoch die Tatsache daher, dass man nicht erst durch die typischen Vergnügungshallen, wie sie an jedem Pier zu finden sind, durchqueren musste, sondern direkt ohne Abschweifungen auf das Gelände der Funfair geraten konnte.


Central Pier
Central Pier
Central Pier
Central Pier
Central Pier