Allgemeine Informationen


Freizeitpark: Thorpe Park (seit 1979)                                       
  Teil des Resorts Thorpe Park Resort
   
Adresse: Staines Road
  KT16 8PN
  Staines
  https://www.thorpepark.com
   
Betrieb: Merlin Entertainments Group

[26.05.13] Sonnige Stunden im Thorpe Park


Da der Monat Mai, trotz diverser Bank Holidays nicht gerade zu den besucherstärksten Monaten der englischen Freizeitparks gilt, hat Merlin Entertainment eine recht schöne Aktion für Annual Pass Besitzer gestartet, wonach diese ihre Freunde für 15 Pfund in die 4 Freizeitparks der Gruppe in England mitnehmen können. Im Vergleich mit den eh schon vorhandenen 50% Rabatt lohnt sich diese Aktion aber deutlich mehr und somit ging es für meinen englischen Freund und Kommilitone Connor nach einiger Zeit erneut nach Staines.


Thorpe Park
Colossus (Thorpe Park)
Nemesis Inferno (Thorpe Park)
Thorpe Park


Der Park war für einen Sonntag eines Bank Holiday Weekends bei sonnigsten Wetter verhältnismäßig leer, jedoch kam es vereinzelt zu längeren Warteschlangen, so waren zum Beispiel zu Beginn des Tages 120 Minuten bei Colossus angeschlagen, während man bei Saw the Ride bis in die Station gehen konnte. Auch bei Stealth und the Swarm herrschte eine längere Warteschlange, jedoch nicht unbedingt bei der Rückwärtsfahrt des Schwarms.

 

Während die rechte Seite bei the Swarm im Allgemeinen ruhig als die bessere angesehen werden kann, so ist es die linke Seite die bei der Rückwärtsfahrt doch deutlich punkten kann. Während die Vorwärtsfahrt durch einen einzigen Nearmiss seit diesem Jahr halbwegs überzeugen konnte, so bekommt man davon bei der Rückwärtsfahrt nichts mit, hingegen wird man von quasi jedem Element neu überrascht, was hauptsächlich bei der letzten Rolle doch sehr unerwartet war. Es ist schon ein lustiges Fahrgefühl, das sich daraus entwickelt, welches zumindest mich kaum noch vor Lachen hält.


The Swarm (Thorpe Park)
The Swarm (Thorpe Park)
The Swarm (Thorpe Park)


Die zweite Neuheit in diesem Jahr ist die umgestaltete Achterbahn X:\ No Way Out, welche nun unter dem simplen Namen X fungiert. Nachdem man die umgestaltete Queue betreten hat geht es die nun recht schöne und zugleich atmosphärische Warteschlange in Richtung der Station, wo man dann in die neuen Züge einsteigt, jedoch vorwärtsfahrend die Station verlässt. In der Halle erwarten einen nun gute Lichteffekte und ein klasse Soundtrack, wenn gleich nicht unbedingt der interessanteste Streckenverlauf. Die Vorwärts- und Rückwärtspassagen auf den Liften existieren nicht mehr und so rast man bis auf die letzten zwei Blöcke die Strecke ab. Dort darf man dann ein wenig länger warten, was bei den Lichteffekten kaum störend ist, außerdem bieten diese Pause eine gute Sicht auf die Strecke, ohne das es zugleich zu hell wäre.

 

Merlin Entertainments und der Thorpe Park haben bei der Neugestaltung von X nichts verkehrt gemacht, denn das was X:\ No Way Out letztes Jahr war, war nun wirklich keine interessante Anlage mehr. Die Musik, die Fahrt und die Lichteffekte machen einiges her, auch wenn einem doch der Umstand der rückwärtsfahrenden Züge ein wenig gefehlt hat.


Weitere Bilder zum Bericht finden Sie in der entsprechenden Galerie.

[27.03.13] Von Slammer und anderen Apparaturen


Irgendwie ging an diesem Tag alles schief, in der Nacht gab es zwei Feueralarme, einen gegen 2 Uhr, den anderen um 5 Uhr, die Fahrt nach London Victoria hatte durch die Verkehrslage eine Verspätung von 20 Minuten und dann wurde auch noch das falsche Ticket am Automat gekauft und im Thorpe Park selbst lief nichts so wie gewohnt.

 

Tatsächlich mag dieses Statement negativ klingen, im Falle des Thorpe Park ist es jedoch positiv zu verstehen. Außer X, die im Verlauf des Frühlings irgendwann öffnen soll, fuhr nämlich alles, wenn dank der Temperaturen auch erst zum Mittag hin. Der Andrang an dem Tag, obwohl das Wetter so gut war, wie seit Wochen nicht mehr, hielt sich in Grenzen.

 

Der eigentliche Grund in dem Park zu fahren, war gewiss nicht um The Swarm rückwärts zu fahren, oder nach langer Zeit endlich mal wieder etwas zu fahren, sondern anderer Natur. Es handelte sich vielmehr um ein Treffen mit zwei Personen, die dort ihren Auftakt für eine kleine Englandtour absolvierten. Während Jan den Park durch zu vorige Aufenthalte in Great Britain kannte, so war es für Patrick ein neuer Park und dementsprechend war es durchaus erfrischend seine Eindrücke über den Park zu erfassen.


Thorpe Park
Thorpe Park
Thorpe Park
Thorpe Park


Durch die lange Fahrt im Coach, der anschließenden Zugfahrt und der kurzen Nacht ein wenig mitgenommen musste etwas zum Wachwerden her, dafür bot sich die gerade in Testfahrten liefende Abschußachterbahn Stealth perfekt an. Kurz darauf wurde auch schon mit Personen gefahren und die anfangs lange Schlange wurde immer kürzer, so dass sogar die erste Reihe, trotz Einzugbetriebs, mitgenommen wurde.

 

Es ist schon etwas anderes wenn man eine freie Sicht auf den TopHat hat, welcher sich vor einem errichtet, als wenn man bei den Launched Coastern gleicher Gruppe in Staffordshire oder der Lüneburger Heide einer Kurve entgegenschaut. Wo dort die Platzwahl eigentlich beliebig ist, so macht sie gerade bei Stealth einiges her.

 

Der Launch zog recht ordentlich und die Kuppel des Hauptelements der Streckenführung ließ einen wunderbar aus dem Sitz gleiten bevor es dann dem Grund entgegen ging. Die Bremsung auf dem Hügel fällt dabei wesentlich sanfter aus, als in den hinteren Reihen und so stört selbst dieses Element, welches doch lieber eine Gerade hätte sein können, kaum noch. Sollte man im hinteren Teil des Zuges setzen, so fehlt die Airtime während des TopHats im Übrigen komplett, dafür ist aber der Drop aus der schon recht luftigen Höhe ein wenig intensiver.


Stealth (Thorpe Park)
Stealth (Thorpe Park)
Stealth (Thorpe Park)
Stealth (Thorpe Park)
Stealth (Thorpe Park)


Während es bei Stealth noch eine Chance von etwa 75% gibt zu einer Fahrt zu kommen, so ist es bei Slammer lediglich eine Wahrscheinlichkeit von 2:4. Diese Zahlen sind keineswegs belegbar, deckeln sich aber mit den Erfahrungen unserseits. Slammer ist bekannter Weise auch keine Anlage die absolut zuverlässig läuft, wenn sie dann läuft und so kann es auch gut sein, das bis zum Fahrtbeginn der gesamte Soundtrack, welcher im Übrigen der Selbe wie bei Colossus ist, einmal durchlaufen ist, also eine Zeitspanne von 10 Minuten erreicht wurde. Da die Anlage eh eine riesen Kapazität hat, wird man an leeren Tage nie sonderlich lange warten müssen, und das man für eine Fahrt auf dem mittlerweile zum Unikat gewordenen Fahrgeschäft warten sollte, steht eigentlich außer Frage.

 

Was sich S&S Power, nun S&S Worldwide, bei der Himmelsklatsche gedacht hat kann vor lauter Größenwahn eigentlich kaum beschrieben werden. Das die Anlage dann aber auch noch passend als Familienkutsche beworben wurde entspricht eigentlich, wie auch beim Devil Rock, jeglicher Logik. Diese Fahrt ist irrsinnig, zumal man überkopf auf die recht hohe Geschwindigkeit der Fahrt beschleunigt, wie auch anschließend wieder gebremst wird. Die Fahrt oben rüber macht hierbei um einiges mehr her als unten runter, was im Übrigen auch bei the Swarm gilt.


Slammer (Thorpe Park)
Slammer (Thorpe Park)
Slammer (Thorpe Park)


Der Bollinger und Mabillard Wing Coaster hat in diesem Jahr zwei signifikante Änderungen erhalten, die sich beide auf die Fahrt auswirken. Die erste Neuheit der man begegnet, sollte gerade kein Zug auf der Strecke sein, ist das neue Billboard, welches gerade der schwächeren linken Seite des Zuges deutlich zugutekommt. Die zweite Neuheit wird man spätestens am Eingang begegnen, wo die Queue für die erste Reihe nun der Queue für die letzten zwei Reihen gewichen ist, welche seit Saisonauftakt rückwärts neben der Schiene her fahren.

 

Diese Änderungen haben natürlich auch einen Anlass, denn gegenüber einzelner Meinungen, ist the Swarm nicht der Erfolg gewesen, welcher sich Merlin erhofft hatte. Darüber hinaus hätte man ohne die Änderungen an X://No Way Out keine Neuheit zu bieten, in einem Park welcher bis weilen jedes Jahr eine Neuheit vorweisen konnte.

 

Ohne die neu installierte Werbetafel merkt man von den angeblichen Close Calls recht wenig oder besser gesagt Garnichts. Die Fahrt selbst schleicht teilweise durch die Elemente, kann aber gegen Ende der Fahrt doch noch stärkere Fliehkräfte spüren lassen und somit Gefallen finden. Während die schon vorher grundsolide Fahrt auf der rechten Seite durch das neue Gestaltungselement nur einmal erwischt wird, so wird die linke Seite auch noch durch eine abgebrochene Ecke dieses vor der letzten Wende positiv beeinträchtigt. Tatsächlich hat sich die Fahrt auf beiden Seiten dadurch angeglichen, wobei die Fahrt oben rüber in der ersten Inversion weiterhin deutlich mehr hermacht.

 

Dieses Element rückwärts zu erleben gehört zu den seltsamsten Erlebnissen auf einer Achterbahn und ist gleichzeitig der Auftakt für eine witzige Fahrt. Tatsächlich ist es schwer das Erlebte irgendwo einzuordnen, weshalb die Fahrt vorwärts bevorzugt werden sollte, denn von der Thematik, den angeblichen und dem vorhandenen Close Calls erlebt man garnichts mehr. Wenn man die letzte Reihe besteigt sieht man noch die Schiene, die vorletzte Reihe sollte aber auch ausreihen, denn so wichtig ist diese Sicht nicht. Von den letzten zwei Inversionen wird man positiv überrascht, den Rest spült man belanglos und recht kraftlos ab. Es ist daher ein deutlich anderes Fahrerlebnis und kaum mit der ursprünglichen Fahrt auf the Swarm zu vergleichen. Ob man diese Änderung nun brauchte steht in den Sternen, es ist jedoch mal etwas anderes.


The Swarm (Thorpe Park)
The Swarm (Thorpe Park)
The Swarm (Thorpe Park)
The Swarm (Thorpe Park)
The Swarm (Thorpe Park)


Eine Fahrt auf dem wohl schönsten Shoot the Chutes der Firma Hopkins, welche mittlerweile zu WhiteWaterWest gehört, vermag bei den doch recht kalten Frühlingstemperaturen dieses Jahres zu den wohl schwachsinnigsten Aktionen, welche man bei einem Parkbesuch machen kann, angehören. Natürlich fiel einen dieser Gedankengang auch erst während der Auffahrt des Lifts ein, weshalb mit der erwartet hohen Welle Tidal Waves und des gleich hohen Nässegrades ein Besuch beim Pizza Hut Buffet eingeleitet wurde.


Tidal Wave (Thorpe Park)

Nach dieser eingeplanten Pause lief dann auch Colossus mit bemannten Wagen, weshalb es hier zu einer längeren Warteschlange gekommen ist und man den verlängerten Queue Bereich durchwandern durfte. Die Fahrt in der ersten Reihe macht bei Colossus auch weiterhin sehr viel her und lässt einen in den ersten drei Inversionen halbwegs verschont. Die vier Heartlinerolls wurden in einem beachtlichen Tempo durchfahren und die letzte Rolle macht auch auf weiteres sehr viel her.

 

Interessanter Weise konnte man in der Station endlich mal live erleben wie mit Queue Jumpern umgegangen wird. Bekanntlich gehört das Vordrängeln in sämtlichen Ausführungen zu etwas was im Vereinigten Königreich nur sehr ungern gesehen wird, weshalb die Strafen recht hoch sind, so wird man hier ohne jegliche Chance auf Rückerstattung des Eintrittspreis aus dem Park geworfen. Dieses wurde danach auch nochmals vom Ride-Op erklärt, worauf dieser auch Applaus bekam.


Colossus (Thorpe Park)
Colossus (Thorpe Park)
Colossus (Thorpe Park)
Colossus (Thorpe Park)
Colossus (Thorpe Park)


Wo Saw - the Ride in den ersten Stunden noch eine lange Warteschlange aufweisen konnte, war diese gegen Ende der Öffnungszeiten kaum vorhanden. Der erste Teil der Fahrt bietet den bekannten Fahrspaß, der zweite Teil der Fahrt fällt jedoch deutlich positiver als in den letzten Jahren aus. Glücklicher Weise brettert man auch weiterhin die Stecke ab und wird beim Camelback ordentlich aus dem Sitz gerissen, bevor man nach der Blockbremse ein wenig brutaler dem Dive Loop entgegen rast. Die Laufruhe, die einen zuvor noch ständig gegen die Bügel geschmettert hatte, ist jedoch so weit verbessert, dass eben jenes nicht mehr passiert. Es gibt zwar neuerdings ein seltsames Ruckeln in vertikaler Richtung, aber dieses fällt bei weiten nicht so schlimm aus.


Saw - the Ride (Thorpe Park)
Samurai (Thorpe Park)
Saw - the Ride (Thorpe Park)
Saw - the Ride (Thorpe Park)


Mit einigen Fahrten auf Nemesis Inferno, welche einem wunderbar das Blut in die Beine transportiert hatte, neigte sich der Besuchstag einem Ende entgegen. Traditioneller Weise herrschte in der letzten Stunde vor Parköffnung kein Andrang mehr, jedoch sollte man, sofern mit dem Thorpe Park Express Bus von Staines angereist, nicht erst danach aus dem Park gehen. Bis der Bus sich endlich in die Gänge gesetzt hatte war eine halbe Stunde auch schon vorüber, so dass in Frage kommende Bahnfahrten verpasst wurden und der Coach schon längst abgefahren war.


Nemesis Inferno (Thorpe Park)
Nemesis Inferno (Thorpe Park)
Nemesis Inferno (Thorpe Park)


Weitere Bilder zum Bericht finden Sie in der entsprechenden Galerie.

[23.09.12] Coastin' in the rain


Wenn einem an einem Sonntag nichts besseres einfällt als in den Thorpe Park zu fahren und dabei jegliche Wettervorsagen gekonnt ignoriert und sich vom Sonnenschein am Sonnabend hat blenden lassen, so kann es passieren dass sich das englische Wetter von seiner vermeintlich typischen Seite zeigt und somit für einen sehr nassen Besuch sorgt.

 

Betritt man den Park, so hat man immer noch dieses einmalige Gefühl in eine völlig andere Welt einzutauchen, was einem Freizeitpark in der Regel kaum gelingt. Jedoch wird der Blick von der Brücke aus seit diesem Jahr etwas getrübt, denn während die linke Seite ein idyllisches Panorama wiedergibt, so wird die Sicht auf die rechte Seite nicht mehr von Tidalwave und Stealth dominiert, sondern durch den eher ungünstigen Blickwinkel auf the swarm gestört.

 

Obwohl der Regen in größeren Massen vorhanden war, so hatte gerade die Neuheit aus dem letzten Jahr regen Andrang. Die Warteschlange der Storm Surge Rundbootrutsche war bis zum Nachmittag gut gefüllt, was sicherlich nicht nur auf die geringe Kapazität der Anlage zurück zu führen ist. Die Fahrt in der kleineren Version des Spinning Rapids Ride von WhiteWaterWest, wobei der Unterschied in der Höhe zur großen Version eher gering ausfällt, ist gemächlich und versetzt einen durch die engen Kurvenradien und die dadurch resultierende Häufigkeit der Bremsmatten kaum in eine bemerkenswerte Drehung, wie man sie Beispielsweise im Rio Dorado des Hansa Parks erleben kann. Wie auch andere Anlage des Types macht die Anlage nur mit sehr viel Glück nass, wären da nur nicht die Wasserstrahlen und Wasserkanonen am Ende der Fahrt. Während ersteres schon in den Cypress Gardens in Florida den Gästen zu einer Abkühlung verhalf, so reicht dieses im vergleichsweise kalten Surrey natürlich nicht aus, so dass einige Wasserkanonen für die Parkgäste bereitgestellt wurden, welche lustiger Weise eine recht hohe Reichweite haben. Sollte man nicht gerade frontal mit diesen beschossen werden, so ist der Nässegrad durchaus angenehm. Der Umstand das der eh nie besuchte Kleinkinderbereich für die Anlage niedergerissen wurde war begrüßenswert.

 

Die wohl beliebteste Attraktion des ganzen Tages befindet sich nur einige Meter von Storm Surges Eingang entfernt, ein Schelm der dabei an die Indoorachterbahn X:\ No Way Out denkt. Es handelt sich natürlich um die großartige Shoot the Chutes Anlage von O.D. Hopkins, welche ihre eh schon oberflächlich durchnässten Fahrgäste nun auch noch die Unterwäsche ordentlich durchweicht. Was man nach der Fahrt in den Ganzkörpertrocknern sehen konnte bestätigt diese These zumindest eindeutig. Wer im europäischen Raum eine Wasserbahn sucht die einen auf eine angenehme Art durchnässt und dabei nur auf ein einziges Gefälle zurückgreift, der ist mit Tidal Wave, sowie den Cataratas Salvajes aus dem Parque Warner sehr gut bedient.

 

Die Vekoma Enigma Achterbahn X:\ No Way Out hatte am frühen morgen einen Ausfall, da man jedoch Fahrwillige einfach so vor der Anlage im Regen hat warten lassen, anstelle in der eh viel zu langen Warteschlange, haben sich nach und nach immer mehr Leute angereiht, was bei einer Achterbahn wie X:\ No Way Out ein doch eher seltener Anblick ist. Die längste und wohl auch einzigste, rückwärtsfahrende Dunkelachterbahn der Welt ist eine oftmals unterschätzte Achterbahn, was unter anderem an der familienfreundlichen Fahrweise der Anlage liegen kann. Leider ist es seit der Installation eines Lichteffekts über einem der Blockbereiche viel zu hell um die Dunkelheit der Halle als Vorteil auszunutzen. Nun geht es zwar immer noch planlos durch die Halle, dafür kann man aber die Strecke, welche man schon absolviert hat und neben sich sehen. Das Thema ist weiterhin seltsam, macht aber diese Achterbahn aus, jedoch wäre es ungemein förderlich einen Soundtrack innerhalb der gesamten Anlage einzuführen.

 

Unweit des brilliant in Szene gesetzten Fischerdorf Amity Cove geht es ein wenig tropischer oder besser gesagt feuriger zu. Innerhalb eines Vulkans befindet sich die Station zu Nemesis Inferno, der jüngere Bruder von Nemesis aus dem Schwesterpark Alton Towers. Glücklicher Weise sind beide Bahnen grundverschieden und teilen sich neben der Vorliebe zu etwas spezielleren Layouts nur den Bahntyp. Nach dem First Drop absolviert man eine beschwingte S-Kurven Kombination durch einen Tunnel, normalerweise in Kombination mit einem Nebeleffekt, bevor man in den Lift einhakt. Nun folgt der bereits bei den Batman Coastern gleichen Herstellers erprobte Drop mit anschließenden Looping und ZeroG Roll, welche genauso intensiv durchfahren werden. Es folgt eine Kurve ehe man sich in einem Korkenzieher erneut überkopf sieht, untypisch für diesen Bahntyp, folgt nach einer weiteren Kurve der zweite Teil der interlocking Corkscrews, welche einem im hinteren Teil des Zuges ordentlich mitziehen, jedoch nicht ganz so intensiv wie bei Batman la fuga. Weitere Kurven und eine Helix schließen sich an bis man rundum glücklich in der Bremse steht.

 

Es ist der eine große Unterschied der Nemesis Inferno deutlich besser macht als den ersten Inverted Coaster auf europäischen Boden. Hier hat man nicht das Gefühl, dass die Strecke ruhig noch länger hätte sein können, hier absolviert man auch nicht zwei langsamere Wenden die beide in einer Inversion münden und hier wirbt man auch nicht der intensivste Coaster der Welt zu sein, was man schon bei der Eröffnung nicht war. Nemesis ist eine gute Bahn mit einer riesigen Fangemeinschaft, einem einzigartigen Layout, welches die Einschränkungen der Umgebung gut ausnutzt, nur ist das Erlebnis in all seiner zugeschriebenen Intensität nicht zufriedenstellend.

 

Thematisch zum Inverted Coaster in unmittelbarer Nähe gehört der Fabbri Mega Drop Detonator, welcher nicht die traditionelle Anordnung der Sitzplätze hat, sondern diese kreisförmig ausgelegt hat. Die Fahrt in einem Fabbri Turm gestaltet sich immer als überragend, da hier lustiger Weise beim hochfahren eine Feder gespannt wird, woraufhin beim Ausklinken spürbar höhere negative G-Kräfte erzeugt werden als bei einem Intamin Freifallturm. Seltsamer Weise gestaltete sich die Bremsung unerwartet sanft.

 

Eine weitere interessante Anlage in diesem Bereich ist die S&S Power Himmelsklatsche Slammer. Wie es der Zufall so sollte ist die Anlage zur Zeit gesperrt und öffnet wohl erst zu Halloween wieder. Da dieses auch auf der Internetseite bekannt gegeben wurde, ist der Wegfall einer Fahrt nicht so erschütternd wie es im Mai 2010 war, denn wenn man schon einmal in den Genuss einer Sky Swatter Fahrt gekommen ist so möchte man dieses schon mal wiederholen. Einige Meter weiter konnte man den Mondial Top Scan Samurai halbwegs abgebaut im Weg rumliegen sehen, praktischer Weise so gesetzt, so dass man auch keine Fahrt in der Parkeisenbahn tätigen konnte. Spekulationen zufolge soll die Anlage sarniert und neu lakiert werden.

 

Saw the Ride hat sich nach seinem katastrophalen zweiten Jahr wieder dem Guten zu gewendet, zumindest was die Geschwindigkeit der Anlage und dem Zustand der Bügel angeht. Die Wagen brettern, vollkommen heile, die Strecke ab, so dass die Ungleichheiten während der Fahrt kaum ins Gewicht fallen. Das größte Verbrechen an der Achterbahn bleibt aber nach wie vor bestehen, die Fastpass Warteschlange existiert immer noch und sorgt im Allgemeinen dafür das die Wartezeit in der Stand-By Line gefühlt um einiges langsamer vergeht. Es ist praktischer wenn sich eine Schlange bewegt und diese nicht minutenlang still steht, nur weil die andere Seite zur Zeit ins Gebäude gelassen wird. In dieser Hinsicht und zum Wohl des Ambiente, welches durch die Aufteilung vor und auf der Treppe zerstört wurde, wünscht man sich das alte System zurück. Des Weiteren wäre es für die Merlin Entertainment Gruppe nicht schlecht von ihren Konkruenten Parque Reunidos etwas zu lernen und der Anlage der gleichen Kur zu unterziehen wie Vildsvinet aus dem BonBon-Land oder Typhoon aus dem Bobbejaanland, welche beide mittlerweise sehr flüssig laufen.

 

Die 10 Inversionen Achterbahn Colossus, welche neben ihrem Namen auch noch den Soundtrack mit Colossos aus dem Heide-Park teilt, ist ein Musterbeispiel für die Gestaltung einer Achterbahn, denn so wie hier die Wege verlaufen, vorallem die Warteschlange, ist einfach atemberaubend schön, sofern man über die blau lackierten Tunnel hinwegsehen kann.  Die Fahrt in der von Intamin erbauten Anlage gestaltet sich auch auf Weiteres in den ersten drei Inversionen als arg grenzwertig, alles was darauf folgt von den zwei wunderbaren Korkenziehern, über die vier aneinanderfolgenen Heartlinerolls zu der finalen, jedoch richtungsverkehrten Rolle, ist einfach schön oder wie bei der letzten Rolle einfach nur überragend. Was Intamin mit dieser Inversion erschaffen hat ist schlichtweg perfekt und keineswegs so ein Murks, wie die von Fans so bejubelte angebliche Herzlinenkonforme Rolle der Bluefire Achterbahn aus dem Hause MACK.

 

Auf dem Weg zur Neuheit des Jahres kommt man an einem Blauen Enzian mit Namen Flying Fish vorbei. Zuvor in einer Sackgasse gelegen kommen nun des Öfteren fahrwillige Besucher vorbei, was jedoch nicht heißt das die Schlange hier voll wird, der Zug fährt nur öfter. Flying Fish bietet durch die breiten Wagen ein ungewohntes und seltsames Fahrgefühl auf einem powered Coaster dieser Art. Zwar hat man auch in den normalen Zügen das Gefühl gegen die Stützen zu stoßen, sobald man die Arme hebt, hier scheint es aber ausgeprägter.

 

Seltsamer Weise erzeugen die Close Calls bei der Bollinger und Mabillard Achterbahn nebenan dieses Gefühl nicht und im Generellen ist es bei der Anlage schwer zu sagen ob und wo sie überhaupt Gefühle auslöst. Die linke Seite des Zuges erlebt beispielsweise eine sehr schwache Fahrt, während die Passagiere der rechten Seite eine grundsolide Achterbahnfahrt erleben. Allem voran ist es ein  deutlich imposanteres Erlebnis oben rüber als unten drunter die erste Inversion und gleichzeitigen First Drop zu erleben, ein ähnliches Fahrverhalten merkt man auch beim Mondial Inferno Airwolf. Die nachfolgenden Inversionen werden auf der rechten Seite allesamt intensiver durchfahren und selbst der inclined Loop macht durch den inneren Radius deutlich mehr Spaß.

 

Kaum eine andere Achterbahn machte die Einordnung so schwer wie the swarm. Während die linke Seite sogar schwächer als die Black Mamba aus dem Phantasialand daherkommt, so ist die rechte Seite mit dem Fahrerlebnis auf etwa dem gleichen Niveau mit dem Monster aus dem französischen Walygator Park, ganz nett, aber mehr dann auch wieder nicht. Sie ergänzt das Portfolio des Parks und sorgt dafür das ein paar mehr Menschen in diesen Teil des Parks kommen, auch wirkt der Park durch die Erweiterung nicht mehr so klein.

 

Auf Grund des eher bescheidenen Wetters wurden die meisten Fahrgeschäfte links liegen gelassen, auch war die Intamin Accelerator Achterbahn Stealth geschloßen. Da die Fahrporgramme bei allen Rund- und Hochfahrgeschäften aber kaum der Rede wert sind, was im übrigen auch der überdimensionierten Druckluftschaukel Rush aus dem Hause S&S Power gilt, ist dieses nicht unbedingt tragisch. Neben Storm Surge und den Rumba Rapids, einer Raftinganlage mit einem Nässegrad bei dem man am Ende der Fahrt trockener aussteigt als man eingestiegen ist, wurde keine Wasserbahn besucht. Zu den Rumba Rapids ist zu erwähnen, dass die Anlage nicht nur über Potential verfügt, sondern auch mit dem vorhandenen Soundtrack überzeugen kann. Diese Anlage ist zwar genauso nass wie die meisten anderen europäischen Raftinganlagen auch, jedoch durchaus nett angelegt, was man bei Alton Towers Katanga Canyon nicht sagen kann.

 

Der Thorpe Park ist ein durchaus netter Vergnügungspark mit der wohl größten Auswahl an Essbaren, was sowohl das parkeigene als auch externe Essen einschließt. Wo andere Parks der Gruppe nur noch das Selbe anbieten, so kann man im Thorpe Park einiges darüber hinaus finden. Das Klientel des Parks ist im Allgemeinen jung, so kann man hier einige Familien entdecken, jedoch ohne kleine Kinder, diese sind im Umkreis von 15 Meilen in den Freizeitparks Chessington World of Adventures und Legoland Windsor eh besser aufgehoben. Durch seinen Ruf als Thrill Capital zieht er natürlich auch eine Klientel an, die man nicht so gerne in einem Park sieht, im Allgemeinen konnten sich aber alle Besucher benehmen. Die ach so schmudelige Parkkarte ist auch auf weiteres nicht so extrem widerlich wie sie viele darstellen. Klar über den Stil kann man streiten und vielleicht wäre ein seriöser Parkauftritt besser, aber man ist ja in Britain.

[25.05.10] O.D. Hopkins zu Ehren


Der Anfang des Besuches machte die grandiose und vollkommen verplante Dunkelachterbahn X:\No Way Out aus dem Hause Vekoma. Für viele Achterbahnfans der Welt gilt die Bahn zu unrecht als eine der schlechtesten Stahlachterbahnen schlichthin, dabei macht die Anlage doch nur wozu sie bestimmt wurde. Die seltsamen Lifthillpassagen, der rückwärts fahrende Zug, sowie der Computervirus den die Anlage storytechnisch widerspiegelt, machen die Anlage zu etwas ganz besonderen.

 

In unmittelbarer Nähe befindet sich mit Tidalwave ein Meisterstück von einem Spillwater aus dem Hause O.D. Hopkins. Während nur wenige von Intamin erbaute Anlagen überzeugen können punktet Tidalwave allein durch seine Welle und dem daraus resultierenden hohen, aber durch die gleichmäßige Benässung angenehmen, Nässegrad. Leider verstarb der Gründer der Wasserbahnfraktur kurz vor unserem Besuch, weshalb einige Runden auf dem rundum zufriedenstellenden Spillwater getätigt wurden.


Da Stealth kurzzeitig nicht fuhr wurde der, in der Nähe liegende Inverter, des Parks aufgesucht. Nemesis Inferno ist der etwas größere Bruder seiner Schwesterbahn Nemesis aus Alton Towers und kann ein ebenso gutes und spaßiges Layout aufweisen, welches einer gewissen Bahn aus Nordrhein-Westfalen gehörig in den Hintern tritt.


X://No Way Out (Thorpe Park)
Detonator (Thorpe Park)
Nemesis Inferno (Thorpe Park)


Von besonderer Bedeutung ist bei dieser Anlage der Start, bei dem man nach einer Abwärtskurve einen nebelgefüllten Tunnel absolviert bevor der Zug in den Lift hackt. Nachdem man diesen erklommen hat folgt eine kurvige Abfahrt um dann in einem kraftvollen Looping entlassen zu werden. Für den Hersteller typisch folgt nun eine wunderbar intensive Zero-G Roll, welche einen dann in die interlocking Corkscrews entlässt. Nachdem die letzten Kurven absolviert wurden ist die kurze Fahrt auch leider wieder zu Ende.

 

Thematisch bildet Nemesis Inferno mit dem Fabbri Freifallturm Detonator eine feurige Einheit. Während der Inverter sich ganz dem Vulkan widmet liegt Detonator schon etwas abseits am Fuße dessen. Der Fall aus dem gerade einmal 40m hohen Türmchen lässt so gut wie jeden anderen Turm alt aussehen, denn hier wird man nicht nur einfach fallen gelassen, sondern durch eine vorgespannte Feder hinunter geschoßen.

 

Da Saw - The ride kurzerhand den Löffel abgab und daraus hohe Warteschlangen bei dem Maze gleicher Thematik nebenan, sowie bei der benachbarten Multi-Inversionsachterbahn ergaben wurde der kanadische Bereich etwas genauer unter die Lupe genommen. Leider schien es im Generellen sehr viele Ausfälle zu geben, weshalb es kaum verwunderte das die gewaltige S&S Power Fliegenklatsche Slammer nicht fuhr.

 

Die benachbarte Wildwasserbahn Logger's Leap schickte jedoch ein Boot nach dem anderen sein Doppelgefälle hinunter, weshalb eine Fahrt auf der Anlage anvisiert wurde. Die kleine Bootstour beginnt ziemlich fies mit einer Schussfahrt im Dunkeln bevor es recht seltsam dem großen Doubledrop immer näher geht. Einmal erklungen geht es auch gleich wieder bergabwärts und dieses glücklicher Weise mit einer wunderbar ausgeprägten Airtime beim zweiten Gefälle. Leider hällt sich der Nässegrad in Grenzen, dennoch ist die Fahrt auf der ersten Wildwasserbahn mit einer doppelten Schussfahrt immer wieder ein Vergnügen.


Stealth (Thorpe Park)
Stealth (Thorpe Park)
Stealth (Thorpe Park)
Stealth (Thorpe Park)


Da nun Stealth wieder fuhr ging es erneut in den Amity Cove Bereich um zur passenden Musik gen Himmel befördert zu werden. Stealth bietet zwar eine recht kurze Fahrzeit, aber dafür kann selten schneller in 60m Höhe und wieder zurück sein, zumal der Abschuß im Grunde einfach nur rockt. Leider ist nach dem Tophat nicht schon Schluss, sondern erst nach einem Hügel bei dem man unangenehm Bekanntschaft mit den Schulterbügeln macht. Das Gesamtpaket zumindest kann überzeugen, vor allem da die Züge hier etwas größer ausgefallen sind als bei Desert Race und Rita.

 

Etwas versteckt und seit the Swarm wohl auch etwas populärer zeigt sich der wohl coolste Blaue Enzian aus dem Hause Mack Rides. Der Flying Fish begrüßt seine Mitfahrer nicht nur mit den Wort Dude sondern kann auch noch einen recht interessanten Zug aufweisen. Leider scheint ein anderer Zug für einen Blauen Enzian nur selten eine gute Wahl zu sein, zumal das Ganze auch recht schmerzhaft ausfallen kann wie bei der reisenden Version Feuer und Eis, und auch hier wirkt der Zug etwas zu breit. Dieses zeigt sich dann auch beim Fahrverhalten, jedoch stören die unharmonischen Übergänge kaum, da der Zug selbst mit der neuesten Generation von Sitzen und Bügeln ausgestattet ist.

 

Da nun auch Saw - The Ride endlich wieder fuhr musste auch dort eine Fahrt gewagt werden. Leider zeigte die Anlage im zweiten Jahr schon deutliche Einbüßen, was vor Allem an der zusätzlichen Warteschlange für die Fastpassbesitzer lag.


Saw - the Ride (Thorpe Park)
Saw - the Ride (Thorpe Park)
Saw - the Ride (Thorpe Park)
Saw - the Ride (Thorpe Park)


Nachdem man nun endlich abgefertigt wurde setzt sich der Wagen auch schon in Bewegung. Der erste Teil ist immernoch als brilliant anzusehen, nur leider scheint sich im Außenteil der Fahrt einiges zum Schlechteren gewendet zu haben. Die erste Änderung die man dabei mitbekommt ist die geringere Geschwindigkeit, denn das geradezu unbeschreibliche Abbrettern der Streckenmeter und die daraus resultierende Kräfte fehlen. Die zweite Änderung ist das doch eher unsanfte Vorgehen mit seinem Mitfahrern, was zumindest ein Jahr vorher nicht so ausgeprägt war. Dennoch ist und bleibt Saw - The ride eine nette Bahn, mehr ist sie leider nicht mehr.

 

Quasi nebenan und leider etwas unpassend gestaltet befindet sich mit Samurai ein TopScan aus dem Hause Mondial. Dieses gerade im Vereinigten Königreich sehr beliebte Hochfahrgeschäft kann auch hier sehr überzeugen, zumindest wenn die Drehung der Gondel auch einige Überschläge zulässt. Jedoch ist der ständige Rechtsdrang der Beine auf die Dauer nicht sehr angenehm, weshalb die Mondial Infernos zumindest etwas humaner mit den Mitfahrern umgehen.

 

Auch die weltweit erste 10 Inversionen Achterbahn Colossus wollte geritten werden. Die sehr fotogene Anlage, welche im Übrigen den gleichen epischen Soundtrack wie ihr namensvetter aus dem niedersächsichen Heide-Park aufweisen kann, überzeugt auch weiterhin, sofern man die ersten drei Inversionen hinter sich gebracht hat. Was hier der Looping, sowie die anschließende Cobraroll mit einem anstellt ist nicht sonderlich schön, was jedoch darauf folgt ist im Grunde einfach nur genial. Die zwei Korkenzieher werden mit einer wunderbaren Geschwindigkeit absolviert bevor es dann in die vier Heartlinerolls geht. Diese fahren sich zwar leicht monoton sind aber ein, zumindest in Europa, einzigartiges Erlebnis und das Vorspiel zur besten Inversion einer Achterbahn schlichthin, der finalen fünften Heartlineroll in die entgegengesetzte Richtung. Die Rolle hat es in sich und fährt sich dabei wunderbar harmonisch, was man bei der misslungenen Rolle der Blaufeuerachterbahn aus dem badischen Rust nicht behaupten kann, ein im Grunde einzigartiges Gefühl.


Samurai (Thorpe Park)
Colossus (Thorpe Park)
Colossus (Thorpe Park)
Colossus (Thorpe Park)
Colossus (Thorpe Park)


Im gleichen Bereich befinden sich noch einige Fahrgeschäfte, wie die langweilige S&S Schaukel Rush, wo einem mit etwas Glück eine riesige Libelle ins Gesicht geklatscht wird, was bei dem kurzen Fahrprogramm durchaus als Highlight bezeichnet werden kann. Der fliegende Teppich Quantum und auch der benachbarte Afterburner Vortex weisen bis auf ihre Hersteller kaum nennenswerte Fahreigenschaften auf. Interessant wird es dann beim HUSS Enterprise Zodiac, welcher nicht nur, wie alle Fahrgeschäfte in diesem Bereich, ein viel zu kurzes Fahrprogramm aufweisen kann, sondern auch einem Sicherheitsgurt um das Gitter an der Gondel zu befestigen.

 

Im Grunde keine Erwähnung wert ist die Intamin Raftinganlage des Parks, denn Rumba Rapids verschenkt eindeutig sehr viel Potential. Die Strecke selbst weißt ein wunderbares Wellenbecken auf, welches die Boote wunderbar fluten könnte, aber wie es europäische Raftinganlagen so vorgeben bleibt man als Mitfahrer staubtrocken.

[13.10.09] Ein Tag im Thorpe Park


Durch einen wunderbar günstigen Flug nach London (mit allen Gebühren 16€ für hin und zurück) über Lübeck, dachte ich mir es wäre an der Zeit den Thorpe Park im Oktober einen Besuch abzustatten. Schnell wurden noch ein paar Leute zusammen gesucht, die dieses Vorhaben auch schon lange in die Tat umgesetzt haben wollten und schon konnte es losgehen.

 

Wie bei jeder vernünftigen Tour musste kurzzeitig irgendetwas dazwischen kommen und unser eigentlich jeder Gefahr trotzendes Handtuch, zog sich 5 Tage vor dem Abflug einen kleinen Bruch zu. Kurz gesagt: Wir waren nun nur noch zu zweit und unser Luxusflieger von Ryanair flog planmäßig ab. Ein Dank sei hier an Merlin Entertainment gegönnt die uns bei Madame Tussauds das Geld zurück erstatteten und beim Thorpe Park ein Ticket für die nächste Saison zugesendet hatten.

 

Nachdem wir von London Stansted mit dem Bus zur Liverpool Street Station fuhren und von dort aus unseren Weg bis zur Waterloo Station bahnten saßen wir auch schon im Zug nach Staines, wo wir dann um ca 9 Uhr den Shuttlebus zum Park nahmen. Schnell noch die im vorausbezahlten Bloody Horrible Tickets (Thorpe Park und London Dungeons) abgeholt und schon konnte es losgehen.

 

Bereits am Anfang drohte das ganze Unternehmen zu scheitern. Die blöden Kartenleser konnten unsere Eintrittskarten nicht lesen, so dass nach unzähligen Versuchen die Karten per Hand-scanner eingelesen wurden und wir somit den Park passieren durften.

 

Unser Weg führte uns geradlinig zu meiner 111. Achterbahn. Diese wird durch die Musik von seinem deutschen Namensvetter untermalt. Spätestens jetzt sollte es jeden bewusst sein, dass es sich hierbei um Colossus handelte.


Thorpe Park
Colossus (Thorpe Park)
Colossus (Thorpe Park)


Die Bahn an sich fährt sich ganz angenehm, aber die eine oder andere Begegnung von Kopf und Schulterbügeln in den ersten 2 Inversionsfiguren lässt sich nicht vermeiden. Die Korkenzieher und die letzte Heartlineroll würde ich persönlich als Highlight der Bahn sehen, da diese vom Fahrgefühl den Rest der Bahn deutlich übertreffen. Ansonsten ist die Bahn sehr fotogen und durch ihre Lage auch wunderbar angelegt. Optisch ist sie zumindest ein Sahnestück.

 

Achterbahn Nr.2 sollte der sich in der Nähe befindendene Eurofighter sein, dieser öffnete aber etwas verspätet, weshalb wir uns nun für eine Runde Wildwasserbahn entschieden. Die Bahn hat einen angenehmen Nässegrad, der Drop im Dunkeln ist recht fies und weicht einen schon etwas durch. Der später folgende Doppeldrop ist zwar nicht so nass, bietet aber eine schöne Portion Airtime.

 

Zum Trockenschleudern ging es in die in der Nähe gelegende Himmelsklatsche Slammer. S&S hat mit dem Gerät echt etwas Gewaltiges auf die Beine gestellt. Die Fahrt ist intensiv und sehr spaßig (nur als Familienkutsche würde ich das Teil nicht vermarkten).

 

Es folgte Nemesis Inferno, welche allein schon wegen dem Part vor den Lift überzeugen kann. Bei leerer Warteschlange muss man aber erst einige Mal im Zigzag laufen um überhaupt bis in die Station zu gelangen (mit Tidal Wave die längste zu durchquerende Warteschlange an den Tag). Die Fahrt ist aus meiner Sicht doch recht amüsant, weshalb die Bahn der erste B&M Coaster wurde den ich relativ gut fand.


Slammer (Thorpe Park)
Nemesis Inferno (Thorpe Park)
Nemesis Inferno (Thorpe Park)
Nemesis Inferno (Thorpe Park)


St.Jimmy erblickte nun die Achterbahn seiner Begierde, weshalb wir uns gleich in Richtung Stealth aufmachten. Gepäck abgegeben und schon kann es losgehen. Der Launch ist schön und der TopHat danach auch. Vor allem im vorderen Bereich des Zuges kann dieser überzeugen. Die Abfahrt ist genial, nur der Hügel der danach folgt halte ich persönlich für nicht gerade angenehm.

 

Da das Wetter seltsamer Weise gut mitspielte und somit quasi T-shirt Wetter vorherrschte musste natürlich Tidal Wave gefahren werden (obwohl man das bei jeder Witterung machen sollte). Die Bahn selbst ist rundum gelungen und für mich mit Slammer, X:/No Way Out und dem neuen Coaster für 2012 der einzig wahre Grund den Park erneut zu besuchen.

 

Kommen wir nun zu einem der Highlights im Park: X:/No Way Out. Man hört nur überwiegend schlechtes über die Bahn, jedoch verdient die Bahn die Anerkennung einiger Fans die das Besondere schätzen. Die Bahn ist perfekt in dem was sie tut, weshalb ich von ihr so begeistert bin. Im Gesamten einer der besten Dunkelachterbahnen die ich je fahren durfte. Vielen Dank an Vekoma für diese Bahn.


Stealth (Thorpe Park)
Stealth (Thorpe Park)
Tidal Wave (Thorpe Park)
Tidal Wave (Thorpe Park)


Da mittlerweile auch Saw - The Ride fuhr haben wir uns ganz brav in die Schlange eingereiht. Diese bewegte sich zum Teil recht flott, weshalb wir nicht lange bis in die Station brauchten. Auch hier hieß es wieder Taschen abgeben und in einem der 2 Züge, die gleichzeitig beladen werden platznehmen.

 

Wir konnten unsere Fahrt in der ersten Reihe erleben und waren sofort vom Darkridepart angetan. Der First Drop ist verdammt intensiv, die Rolle nach der Blockbremse birgt ein fieses kleines extra, mehr möchte ich jedoch nicht verraten. Der Outdoorpart lässt sich durch ein einziges Wort sehr gut beschreiben: schnell. Nicht nur der Lift läuft mit Spitzengeschwindigkeiten, auch brettert der Wagen die Strecke nur so ab. Auf Blockbremsen wird keine Rücksicht genommen, so dass man ungebremst zum Teil extrem positive und negative Kräfte erfährt.

 

Beinahe hatten wir Flying Fish vergessen, aber diese Achterbahn wollten wir uns dennoch nicht nehmen lassen. Ich bin sehr lange nicht mehr das Standard Modell gefahren. Dennoch finde ich, dass an der Bahn etwas fehlt. Ein Tunnel am Ende würde die Bahn immens aufwerten, jedoch machen die 4 gefahrenen Runden auch ohne Tunnel sehr viel Spaß. Der schön gestaltete Zug tut sein Bestes dafür.


Flying Fish (Thorpe Park)
Saw - the Ride (Thorpe Park)
Saw - the Ride (Thorpe Park)
Saw - the Ride (Thorpe Park)


Kommen wir nun zu S&S Power Nr.2 "Rush". Von vielen hochgelobt wollten wir diese Bahn natürlich auch testen. Sie macht für einige wenige Sekunden auch Spaß, im generellen ist die Fahrt jedoch viel zu kurz und so besonders ist die Schaukelbewegung dann auch nicht.

 

Zwischen Saw und Colossus steht noch der Mondial Top Scan "Samurai". Nach sehr vielen Jahren find ich es schön mal wieder einen persönlich zu begegnen. Die Fahrt war in Ordnung, immerhin war sie besser als die Fahrten auf den restlichen Flatrides im Park.

 

Ganz in der Nähe zu Nemesis Inferno liegend findet sich noch der Fabbri Tower Detonator. Wie auch seine 40m hohen Brüdern (zu finden im Attractiepark Slagharen, Bonbonland, …) bietet dieser Turm Airtime in Massen. Der Humpty Dumpty Reim vor den Fall ist ein nettes Feature.

 

Die Wartezeiten betrugen an den Tag grundsätzlich zwischen 0 und 20 Minuten. Zwischenzeitlich galt es auch mal bei Nemesis Inferno 50 Minuten warten. Durch die Fright Nights war der Park bis 20 Uhr geöffnet, weshalb so einige Wiederholungsfahrten vor allem in Dunkelheit getan werden konnten, immerhin standen die meisten Engländer über 60 Minuten für die Mazes an.


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