Allgemeine Informationen


Freizeitpark: Walibi Holland (ab 2011)                                     
  Walibi World (2005 - 2010)
  Six Flags Holland (2000 - 2004)
 

Walibi Flevo (1994 - 1999)

 

Flevohof (1971 - 1991)

 

Teil des Resorts Walibi Holland

   
Adresse: Spijkweg 30
  8256 RJ Biddinghuizen
  https://www.walibi.nl/nl
   
Betrieb: Compagnie des Alpes

[27.06.16] # Hard Gaan


So langsam aber sicher kann man sagen, dass sich Walibi von der Six Flags Ära erholt hat. Mit dem Re-branding der Marke im Jahr 2012 und den damit einhergehenden Änderungen im Park war man lang genug beschäftigt, doch Neuheiten blieben bis auf die Reaktivierung des schallgeschwindigkeits-Boomerangs und der wahrlich genialen Gestaltung der Abschussachterbahn Xpress: Platform 13 aus. So gelungen die Neustrukturierung des Parks rund um die fiktiven Bands W.A.B. und The Skunx auch ist, so scheint man in Holland lieber eigene Wege zu gehen und wirft vieles einfach so über den Haufen; weil „Hard Gaan“ und so. Viel Sinn steht da nicht mehr dahinter, zumal man nun eine eher asoziale Klientel bedient.

 

Aber was soll man machen, wenn der größte Konkurrent alle anderen Zielgruppen bedient?! Als ersten Schritt zum Steilgehen oder Schnellgehen, nach der wortwörtlichen Übersetzung, war es Speed of Sound seinem Soundtrack zu berauben. Klar, der neue Track ist gut, er nimmt der Anlage aber seine Geschichte. Der zweite Schritt wurde in diesem Jahr mit der Eröffnung der Achterbahn Lost Gravity durchgeführt.


Goliath - Walibi Holland
Speed of Sound - Walibi Holland
G-Force - Walibi Holland
El Condor - Walibi Holland
Los Sombreros - Walibi Holland


Die Gestaltung der Warteschlange ist abgedreht, teilweise aber doch sehr konservativ und erinnert zwangsläufig an die Achterbahn Dizz des belgischen Freizeitparks Bobbejaanland. Hier wäre dann doch einiges mehr möglich gewesen, zumal das eigens erzeugte Universum der Comics von Morvan, L’Hermenier und Wuye deutlich mehr Möglichkeiten bereitgestellt hat. Wahrlich ungewöhnlich sind hingegen die Wagen der Achterbahn, die ähnlich den Intamin Wing Coaster, jeweils zwei Sitzplätze mit Flur und zwei ohne bieten, darüber hinaus aber auch eine hohe Front aufweisen. Der Sitzkomfort ist großartig und der Aufbau der Wagen wirkt sich nur sehr geringfügig, oder genauer gesagt in einer vernachlässigbaren Art und Weise, auf den Fahrkomfort aus.

 

Die Fahrt beginnt mit einer Rechtskurve aus der Station heraus, ehe es rasch via Kettenlift hoch hinausgeht. Ohne Rast und Ruh wirft sich der Wagen in einer wahnsinnigen Art und Weise sogleich die 32 Höhenmeter hinunter; zumindest gilt dieses, wenn man auf einem linksseitigen Sitzplatz Platz genommen hat. Das überaus steile und weit verdrehte Gefälle ist atemberaubend ohne Frage, aber auf der rechten Seite beinahe schon langweilig im Vergleich zur linken, der Radius ist schlichtweg zu eng. Mit einem Affenzahn geht es nun über einen bodennahen Double-Up, über dessen Hügel man regelrecht fliegt, ehe man sich auf einem leicht zur Seite geneigten Top-Hat Element wiederfindet; welchen man auch als non-inverted Banana Roll bezeichnen könnte, wenn man denn so wollte. Etwas widersprüchlich zum vorangehenden Layout fügt sich ein riesiger Camelbackhügel an, welcher die Fahrgäste erneut aus den Sitz befördert. In luftiger Höhe durchrast man nun eine weite Wendekurve, die zudem nach außen geneigt wurde. So weit, so gut und würde die Achterbahn nun enden, so wäre sie eine sehr kurze Achterbahn, aber auch eine außerordentlich geniale. Doch anstelle der finalen Bremsstrecke folgt nun eine Blockbremse und der zweite Part der Fahrt.

 

Regelrecht in der Geschwindigkeit vermindert neigt man sich nun zur Seite und stürzt sich in einem Dive-Loop erneut gen Boden. Recht zahm vollzieht man nun eine enge Wendekurve und eine Zero-G Rolle. Auch in der nächsten Wendekurve in Bayernkurvenmanier ist mindestens eine der Beschleunigungsvektoren null. Dies hat zur Folge, dass von einer dynamischen Fahrweise nicht mehr zu reden ist. Ständig bremst man ab und beschleunigt von neuen, was den aus Staus bekannten Ziehharmonikaeffekt gleichkommt. Über einen Hügel wechselt man erneut die Richtung, überquert eine weitere Kuppe, passiert ein letztes druckreiches Tal, vollzieht eine letzte Wendekurve und findet sich dann in der finalen Bremse und kurz darauf in der Station wieder.


Lost Gravity - Walibi Holland
Lost Gravity - Walibi Holland
Lost Gravity - Walibi Holland
Lost Gravity - Walibi Holland
Lost Gravity - Walibi Holland


Lost Gravity ist eine hervorragende Achterbahn für einen kleinen Zwischenstopp am Wegesrand, mehr leider nicht. Die ersten Gerüchte gingen noch von einer Drehgondelachterbahn aus, dieses wäre sicherlich mit dem ersten Teil der Fahrt kaum machbar, für den zweiten aber ideal gewesen. So oder so, der erste Part ist wirklich verdammt gut, der zweite ist jedoch verschenkt. Die letzten Kurven holen zwar noch einiges heraus und entlassen einen wenigstens noch mit einem kleinen Grinsen aus der Anlage, dennoch konnte die Premiere des Mackschen Big Dippers nicht zufriedenbringend überzeugen; Potential zumindest besteht zu Genüge.

 

Zum Abschluss möchte ich an die menschliche Vernunft appellieren, die niederländischen Schüler wohl nicht mehr ihr Eigen nennen. Ich gehe davon aus, das besagter Schüler ein äquivalent zum deutschen Abitur anstrebt (macht ja hier auch jeder) und somit keineswegs dumm sein sollte, doch wie bitte schön kommt man auf die Idee bei einer Rafting-Anlage mit beweglichen Booten, wie es Rio Grande nun mal ist, auf der Sitzfläche zu hocken und sich nur lose festzuhalten?! Das ist gefährlich und sollte im Normalfall sofort mit Ausschluss aus dem Park auf Lebenszeit belohnt werden. Wäre dieser Junge ins Wasser gefallen und ertrunken, so wäre ich weder geschockt, noch um ihn besorgt gewesen; im Grunde war es ja sogar vorhersehbar. Seine Kumpel waren ja auch ähnlich drauf, aber im postfaktischen Zeitalter darf man sich durch etwas Willkürliches wie vernunftbasierte Regeln nicht von seiner eigenen Geilheit ablenken lassen. Darauf erstmal ein Selfie! Yeah!

 

Walibi, überleg dir das mit Hard Gaan besser nochmal, evtl. tust du dir damit im Endeffekt keinen Gefallen.

 

Weitere Bilder zum Bericht finden Sie in der entsprechenden Galerie.

[05.08.13] Kleine Änderungen mit großer Wirkung


Nachdem vor zwei Jahren Walibi World sich einem Makeover unterzog und seitdem als Walibi Holland das Leitmotiv Musik mit seinem zwei fiktiven Bands The Skunx und Wab verkörpert hat sich einiges geändert, was den ohnehin schon sehr sympathischen Park noch interessanter macht. Die Company des Alpes hat dabei, wie auch in den drei anderen Parks der Marke, einiges investiert.


Crazy River (Walibi Holland)
Tomahawk (Walibi Holland)
Walibi Holland
Grande Roue & El Rio Grande (Walibi Holland)
Excalibur (Walibi Holland)

Robin Hood (Walibi Holland)
Goliath (Walibi Holland)
Speed of Sound (Walibi Holland)


Stellvertretend hierfür sind in Walibi Holland die Achterbahnen Xpress und El Condor, welche seit meinem letzten Besuch aufgewertet wurden. Während dieses bei der Abschussachterbahn mit einigen Eimern Farbe und schönen Effekten, sowie der Einführung von passend abgestimmter Musik, geschah, so wurde bei El Condor ein deutlich spürbares Ausbessern der Laufschienen vollzogen.

 

In beiden Fällen ist das Ergebnis gut, beim Prototyp der Suspended Looping Coaster jedoch recht überraschend. Die Anlage war nicht zu Unrecht wegen ihres Ruckelns und einigen vorhanden Schläge berüchtigt, was man gerade bei geraden Streckenabschnitten bemerkt hatte, nun jedoch steht selbst bei den größten Mimosen eine Widerholungsfahrt nichts entgegen. Zwar sind durch, die ungünstig geformten, Schulterbügel auch weiterhin unsanftere Kontakte mit eben jenen nicht zu vermeiden, dafür macht die Strecke des Prototypen mit all seinem Eigenheiten recht viel Spaß, welche man zuvor leider kaum wahrnahm. Die Geschwindigkeit mit der man die Anlage nun durchrast stellt jeden der nachkommenden SLC Generation in den Schatten.


Express (Walibi Holland)
El Condor (Walibi Holland)
El Condor (Walibi Holland)
El Condor (Walibi Holland)
El Condor (Walibi Holland)


Weitere Bilder zum Bericht finden Sie in der entsprechenden Galerie.

[23.04.11] The Skunx sign X in Walibi Holland


Da wir am Vortage einen überfüllten Park serviert bekamen dürstete es David, Heiko und mich nach einem Park wo man ohne wirkliche Wartezeiten fahren konnte ohne Ende. Aus eigener Erfahrung sind die Walibi Parks zu Ostern höchstens angenehm gefüllt und somit ging es am Samstag ins Flevoland nach Walibi Holland.


Seit meinen letzten Besuch im Jahre 2009, anlässlich meiner Happy Coastern mit Vekoma Tour, hat sich einiges im Park getan. Die ganze Walibi Gruppe hat ein Makeover spendiert bekommen und präsentiert sich nun unter dem Leitthema Musik. Auch wurde der parkeigene Boomerang reaktiviert, dazu aber später mehr.


Betritt man den Park vor 10 Uhr wird man nicht mehr mit der genialen Eröffnungszeremonie unterhalten, sondern erst nach Öffnung der Tore an der Hauptbühne vor dem Riesenrad, mit der Bitte sich die Show "Rockstars: The Battle" am Nachmittag anzugucken, stimmungsvoll begrüßt.


Walibi Holland
Walibi Holland
Walibi Holland
Walibi Holland


Da die Massen von Anfang an zu Speed of Sound pilgerten zog es uns zu dem SLC Prototypen El Condor. Dieser hatte jedoch zu Beginn noch Startschwierigkeiten, weshalb vorerst Goliath ins Visier genommen wurde. Das die erste Fahrt des Tages dann doch in einer HUSS Enterprise stattfinden würde lag wohl daran das die Bahn so schön auf den Weg liegt. Interessant bei der Anlage ist das die Gondeln aus der ehemaligen Walibi Belgium Anlage stammen, der Mittelbau mit allem drum und dran noch der Originalanlage zu verschreiben ist.


Nach der Fahrt ging es auf den S&S Turm, welcher seit letzter Saison wohl eine passende Musikuntermalung aufweisen kann. Erfahrungsgemäß gehen diese Türme recht schnell kaputt und so kam es dann im späteren Verlauf des Tages zu einer Fahrt mit einem ungewollt langen Fahrprogramm, wo der Wagen einige Meter nach oben stieg und dann wieder sanft zu Boden kam und dann erst einmal 15 Minuten lang stillstand.


El Condor (Walibi Holland)
El Condor (Walibi Holland)
El Condor (Walibi Holland)
Space Shot (Walibi Holland)


Nachdem ich im letzten Bericht des Parks über Goliath herzog, so muss ich in diesem Bericht meine Meinung ändern. Die Bahn macht einfach nur Spaß und weißt die bescheuerste Art von Airtime auf die Ich bislang auf einer Achterbahn erleben konnte. Wo 2009 nur der Stengel Dive überzeugen konnte, da der Zug die Strecke nur so entlang schlich, so konnten es in diesem Jahr selbst die Kurven die einen doch sehr in den Sitz pressen konnten. Ein großes Lob geht auch an den wohl beklopptesten Operator der Wereld, welcher einen nicht nur eine gute Reise wünscht, sondern einen auch bei der Abfertigung der Anlage begrüßt.


Ein weiteres Highlight ist aus meiner Sicht die Holzachterbahn Robin Hood, welche mich auch vor zwei Jahren auf Anhieb begeistern konnte. In Sachen Holzachterbahnen hat Vekoma eigentlich alles richtig gemacht, daher ist es schon ein Wunder das es nur drei Anlagen gibt. Das Dauerfahren einer Holzachterbahn am Ende des Tages ist wie immer eine wunderbare Tätigkeit um einen schönen Tag gebührend ausklingen zu lassen.


Robin Hood (Walibi Holland)
Robin Hood (Walibi Holland)
Robin Hood (Walibi Holland)
Robin Hood (Walibi Holland)
Robin Hood (Walibi Holland)


In Merlins Magic Castle erwartet einen eines der schönsten Madhäuser von Vekoma, wo wirklich mal alles stimmt. Hier erwartet einen neben einer wunderbaren Preshow, sowie stimmungsvoller Musik auch einer der besten Haupträume dieses Anlagentypen. Unbedingt ausprobieren!


Im Westernbereich des Parks findet man neben einer baugleichen Anlage der besten Wildwas-serbahn der Welt (Flashback aus Walibi Belgium), welche jedoch eher in die Abteilung leicht befeuchtet bis staubtrocken gehört, eine VISA SBF Frisbee mit grottigem Fahrablauf, den ehemals als Woks Waanzin bekannten Zierer Tivoli Medium mit Namen Rattlesnake. Die Anlage nutzt den alten Wartebereich der Flying Dutchman für sich und passt sich ansonsten recht gut in diesem bereich an. Der Zug mit neuer Front und neuem Ende ist auch mal etwas neues.


Excalibur (Walibi Holland)
Crazy River (Walibi Holland)
Rattlesnake (Walibi Holland)


Für Soakfreunde sind ein Rafting und eine Wildwasserbahn natürlich nicht genug und so kann der Park ein wunderbar angelegtes Splash Battle aufweisen, wo wie bei diesem Typen üblich die Hälfte der Kanonen wiedermal nicht funktionierten. Dieses hat jedoch auch sein gutes, denn ohne sich zu wehren wird man umso nässer.


Wie vor zwei Jahren auch schaffte es an diesem Tag der Magic nicht seine Arme zu heben. Seltsamer Weise soll dieses zum Saisonstart noch wunderbar funktioniert haben. Die Fahrt war lang, stellenweise recht intensiv und wurde wunderbar von Hand gesteuert, was am Ende auch die etwas längere Fahrzeit erklärt.

Kommen wir nun in den ehemaligen italienischen Themenbereich des Parks, wo neben einen Wellenflieger mit knappen Lichtraumprofil (die Bäume kommen einen ziemlich nah), ein sprechende Brunnen, welcher einen auch gerne nass macht, die Boomerang Achterbahn Speed of Sound zu finden ist. Letztere Anlage wurde in diesem Jahr komplett sarniert und mit einem neuen Zug bestückt und das Ergebnis ist überragend. Zwar ist die Anlage nicht die ruhigste ihrer Art, dieses ist nach wie vor die Anlage in Walibi Belgium, doch verschont einen das neue Bügelsystem komplett von Ohrfeigen jeglicher Art. Die eng anliegende Weste ist im ersten Moment jedoch gewöhnungsbedürftig.

Das Soundsystem des Boomerangs hatte anfangs noch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen und so wurden nicht alle Segmente des Songs wiedergegeben. Dieses wurde aber nach einiger Zeit behoben und so kam man in den Genuss des ganzen Stückes. Neben dem Onboardsound kann man in der Station sich mit einem wunderbaren Ohrwurm beschallen lassen. Im Gesamten gesehen hat die Company des Alpes bei dieser Anlage alles richtig gemacht und so kann man nur hoffen das andere Parks nachziehen werden.


Walibi Holland
Speed of Sound (Walibi Holland)
Speed of Sound (Walibi Holland)
Speed of Sound (Walibi Holland)
Speed of Sound (Walibi Holland)


Da im April 2009 die Raftinganlage noch hergerichtet wurde und ich somit nicht in die Situation einer Fahrt kam, so freute ich mich in diesem Jahr auf meine erste Fahrt auf einer der zwei Vekoma Raftinganlagen. Von allen Raftinganlagen kann man hier von einem wirklichen Rafting sprechen. Mit etwas Glück kann man hier ziemlich schnell ziemlich nass werden.


Kommen wir nun nach Mexico, wo man neben einem Autoscooter und einem eher schwachen Rundfahrgeschäft in Sombrerohüten den Prototypen aller Suspended Looping Coaster von Vekoma fahren kann. Der Technosound ist aus der Station gewichen und so wird man mit einem zum Bereich passenden Soundtrack beschallt. Die Fahrt selbst ist gut, wenn auch nicht unbedingt für zarte Gemüter gedacht.


Express & El Rio Grande (Walibi Holland)
El Rio Grande (Walibi Holland)
Grande Roue & El Rio Grande (Walibi Holland)


Kommen wir nun zur Show "Rockstars: The Battle", diese wurde von Themepark.nl dominiert, da das niederländische Forum ein Treffen im Park hatte (nach Parkschluß hatten diese dann auch eine ERT auf Goliath). Es ist schon lustig anzusehen wenn zwei Personen einfach so in der Jury beweisen müssen und sich zuvor zum Affen machen. Die eigentliche Show war dann leider nicht so gut, auch wenn die Skunx einen guten Auftritt ablieferten. Im Allgemeinen muss man schon sagen das die Kostüme den Trägern verdammt viel Spielraum lassen, so sah man zum Beispiel des Öfteren Breakdanceeinlagen. So wie sich der Park entwickelt hat kann es also gerne noch weitergehen. Ich zumindest sehe für Walibi und seinen Bruder Squad eine sehr gute Zukunft vorraus. 


Weitere Bilder zum Bericht finden Sie in der entsprechenden Galerie.

[11.04.09] Zu Besuch bei Walibi und Wok


Ausgeruht ging es am nächsten Morgen in den Park, wo wir glücklicher Weise den geringsten Anreiseweg bewältigen mussten. Stefan schon halbwegs angeschlagen von der Tour konnte es kaum erwarten endlich den Einlass zu den Fahrgeschäften zu kommen, jedoch musste davor die Walibi typische Eröffnungszeremonie abgehalten werden, welche hier wirklich gut gemacht wurde und wunderbar komödische Ansätze vorweisen konnte, während in Belgien nur ein Schlüssel überreicht wird.

 

Verwundert dass der Xpress so nah am Eingang steht ging es mit Sauseschritt in Richtung Station, wo der erste Zug schon auf seine Abfahrt wartete. Bernd überließ Stefan und mir die erste Fahrt und geduldete sich noch einige Minuten. Die Bahn selbst macht Spaß, sollte aber mal neu gestrichen werden. Im Vergleich zu den Indooranlagen verliert das Vekoma Wollknäul leider etwas an Attraktivität, dennoch ist die Anlage nicht schlecht und kann somit des Öfteren mal gefahren werden.

 

Da der Park noch recht leer war und sich der Xpress langsam füllte ging es weiter in Richtung Goliath, wo wir einige Fahrten in Folge leisten konnten. Den Hype den diese Bahn besitzt kann ich nicht verstehen, denn bis auf den Stengel Dive, sowie der einen Ejector-Airtimestelle bietet die Bahn nichts Besonderes und wird teilweise wirklich lahm durchfahren. Aber eines muss man der Bahn lassen, sie sieht schon sehr gut aus.

 

In quasi der gleichen Ecke, nur durch die unglückliche Wegführung sehr weit entfernt, liegt der Prototyp aller SLC Coaster, welcher Bernd auf den ersten Blick überzeugen konnte. Dank einer Wartezeit unter 5 Minuten waren einige Fahrten während des Tages abzuleisten, vor allem wenn einen ein Bayer andauernd in die Bahn hinein ziehen musste.


Walibi World
Walibi World
Walibi World
El Condor (Walibi World)


Zwischenzeitlich wurde auch den verschiedenen Rund- und Hochfahrgeschäften Tribut geleistet. Während die Mexicohüte und die Frisbee nicht wirklich überzeugen konnten, so schafften dieses der TopSpin, die Enterprise, sowie der Magic, welcher sich zu dieser Zeit leider die Gondeln nicht heben konnte. Der S&S SpaceShot des Parks ist leider vom Abschuss her nicht so schön wie ein Shot n Drop von HUSS und konnte Stefan daher leider nicht überzeugen, auch die Sitze waren nicht sein Fall, obwohl diese eigentlich in Ordnung gehen.

 

Nach einigen Fahrten brauchte Stefan eine Pause, da das Wetter ihn etwas schwächeln ließ. Im Allgemeinen hatten wir viel Glück mit dem Wetter, was eine Tour im April nicht immer garantieren kann. Nach einer Fahrt auf Goliath war von Stefan plötzlich keine Spur mehr und so machten sich Bernd und Ich auf die Suche.

 

Wir fuhren auf unserem Weg alles was uns in den Weg kam und womit Stefan möglicher Weise gefahren wäre, auch fuhren wir mache Sachen, wie den genialen Splashbattle gleich zweimal hintereinander, man wusste ja nie ob Stefan dieses auch tat.

 

Neben Woks Waanzin, einem Tivoli Medium, der deutlich mehr Spaß gemacht hatte als die Tivoli large Versionen ist auch eine Wilde Maus aus dem Hause Mack vorzufinden, welche durch eine sehr unsanfte Fahrt bei mir in Erinnerung blieb. Eine Fahrt auf des Fliegenden Holländers Gold Mine war daher eine Erfahrung die im Jahre 2011 nun auch die Franzosen erleben können, bei mir zumindest haben eine Hand voll Fahrten gereicht und so würde ich dir Bahn als eine der schlechteren Mäuse abstempeln, aber immer noch vor denen mit der erweiterten Strecke, bekannt aus den Legoländern und dem Europa Park.

 

Auch haben wir während Stefans Abwesenheit den Vekoma Wooden Coaster Robin Hood austesten können, welcher uns gleich um einiges mehr überzeugen konnte als sein Bruder aus Belgien. Das Layout ist zwar etwas offener, aber durch die ganzen Hügel auch um einiges spaßiger. Man sieht im ganzen Zug zwar kaum Hände in der Luft, da sich die Leute lieber irgendwo im Zug festhalten, jedoch verliert die Bahn dadurch nicht an Fahrspaß und vor allem nicht am Wooden Feeling, welches man hier wirklich gut erleben kann. Am Ende des Tages sind wir einige Runden hintereinander gefahren, zumindest war sie ein sehr würdiger Abschluss für eine tolle Tour.

 

Nach einiger Zeit haben wir Stefan bei Xpress wiedergefunden, da er sehr angeschlagen war hatte wurde er von einem Mitarbeiter zum Erste Hilfe Raum geführt, wo er erst einmal einige Stunden ausgeschlafen hatte. Mit ihm ging es auch in die Wildwasserbahn des Parks, wo wir leider sehr enttäuscht wurden. Naja, nicht jede Wildwasserbahn mit dem gleichen Layout kann so genial sein wie Flashback, leider.

 

Auch waren wir sehr enttäuscht die Vekoma Raftinganlage des Parks nicht fahren zu können, vielleicht klappt dieses beim nächsten Mal. Auf jeden Fall ist dieser Park einen Besuch wert, ihn jedoch als Thrillhochburg oder als europäische Achterbahnhauptstadt zu verkaufen würde ich nicht. Der Park ist ein sehr guter Familienpark und im Vergleich zu seinem belgischen Bruder auf jeden Fall einen Besuch wert.