Allgemeine Informationen


Freizeitpark:
Toverland (seit 2001)                                           
   
Adresse: Helenaveenseweg 28

5975 MS Sevenum

http://toverland.nl/de


Betrieb: Gelissen Group

[12.10.13] Ein schauriger Abend im Zauberland


Nachdem wir das Fort Fun Abenteuerland gegen Mittag verlassen haben ging es auf dem Weg nach Sevenum, jedoch nicht ohne den Besuch des Sternrodtlers und, durch die veränderte Wegführung durch NRW, des Alpine Coasters am Alpincenter Bottrop. Zwischenzeitlich lagen wir dadurch schon fast eine Stunde vom Zeitplan entfernt, glücklicher Weise entschied sich das Toverland aber kurzfristig dazu sein erstes Halloweenwochenende vorzuverlegen, wodurch uns ein Besuch von 5 Stunden Dauer ermöglicht wurde.

 

Unglücklicher Weise entstand dadurch eine für mich große Unbekannte im Bezug zum Toverland, denn der Park wies Wartezeiten auch außerhalb des Bobkart Woudracers auf. Anstelle des üblichen „Wir bleiben ab 12 Uhr bei Troy bis zum Parkende sitzen“ bedeutete dies nun eine Wartezeit von etwa 5-10 Minuten zwischen den einzelnen Fahrten auf einer Achterbahn, die mich doch jedes Mal neu fasziniert.

 

Es wäre falsch zu sagen, dass DesTroy die beste Holzachterbahn Europas sei, jedoch ist es absolut richtig zu sagen, dass die Anlage bei jeder Wetter- und Witterungssituation überzeugen kann. Egal ob bei, fast schon sommerlichen Ostertemperaturen, kältesten Winterwetter oder nun verregnetem Herbstwetter, die Anlage macht einfach nur gute Laune, der man auch gerne troy bleiben kann. Darüber hinaus sind auch Nachtfahrten auf der Anlage sehr zu empfehlen, denn obwohl die Anlage zu Halloween, außerhalb jeglicher messbarer Konkurrenz, phänomenal gut beleuchtet ist, so merkt man davon während der Fahrt absolut nichts. Anders ist es zum Beispiel im Freizeitpark Alton Towers, wo sich die Nachfahrten bei den Achterbahnen so anfühlen als sei es taghell, der Flutlichter sei Dank.

 

Ähnlich gut beleuchtet ist der sicherlich wirklich schicke Themenbereich Magische Vallei, dessen Pracht man in den Abendstunden nur erahnen konnte und sich in den Stationen der Großanlagen auch sehen lassen kann. Vorbei an zwei Kinderfahrgeschäften und einem See mit Fontänenshow zieht sich die Hafema Raftinganlage Djengu River entlang. Hierbei handelt es sich um die bis dato neueste Anlage ihrer Art, welche leider, ähnlich der Variante im Erlebnispark Tripsdrill, auf jegliche Highlights während der Fahrt verzichtet und die Boote relativ schnell durch den Kanal schickt.

 

Auch wenn ich es sehr begrüßenswert finde Hafema wieder lebendig zu sehen, so ist es doch sehr Schade das auf funktionierende Gimmicks verzichtet wurde. Einerseits erklärt sich die mildere Streckenführung durch das vorwiegend vertretene Zielpublikum, andererseits ist der Standard vergleichbarer Anlagen in den Beneluxländern deutlich höher einzuordnen.

 

Als der französische Freizeitpark Le Pal den ersten Mack Spinning Coaster der neuesten Generation vorstellte führte schon allein der Anblick des Layouts den Drang aus mal in diese Ecke Frankreichs vorzustoßen und die Anlage dort zu testen. Leider eröffnete mit dem Dwervelwind ein Jahr später eine Achterbahn desselben Layouts, wodurch das Toverland, durch seine Nähe, den Vorrang bekam.

 

Obwohl die Anlage schon in der letzten Saison im Betrieb genommen wurde erstrahlt sie nun nach Abschluss der Arbeiten am umgebenden Themenbereich in ihrer vollen Pracht. Dabei scheint es so, dass alle Blicke in ihre Richtung gezogen werden, was nicht nur an den geschwungenen Kurvenzügen liegt.

 

Nachdem der Zug die Station verlassen und den Lift erklommen hat folgt ein kleiner Kurvenschlenker in luftiger Höhe und die wilde Fahrt kann beginnen. Geschmeidig geht es dem Tal entgegen in dem man kraftvoll in den Zug gedrückt wird nur um dann in einem recht hohen Immelmann Turn die Laufrichtung der Schienen zu wechseln. Erneut auf Bodenniveau geht es gleich wieder in die Höhe um dort in wunderbarer Schräglage seine Drehungen zu vollziehen. Nach einer abwärtsführenden Linkskurve vollzieht man eine kurze Zickzackkurvenkombination um dann einen weiteren Kurvenzug in Form einer 8 zu absolvieren. Diese geht in einige kleinere Schlenker über, welche zugleich das Ende der lustigen, rasanten, keineswegs kraftlosen, aber leider zu kurzen Fahrt einleiten.

 

Die Fahrt auf dem Dwervelwind ist ein grandioses Vergnügen, was nur dann gesteigert werden kann wenn man sich in den Wagen gegenüber sitzt und versucht während der Fahrt miteinander zu interagieren. Der Vergleich mit dem vorhandenen Mack‘schen Pendant in Rust fällt, keineswegs überraschend, zum Gunsten der neueren Anlage aus, jedoch hinkt die Anlage ein wenig hinter den überragenden Spinning Coastern Sonic Spinball und Dragons Fury aus dem Hause Maurer Söhne hinterher, welche vor allem bei der, oftmals vertretenen ausgeprägten, Drehung der Wagen trumpfen. Dennoch hat die Anlage einen fundamentalen Vorteil, nämlich Kapazität, wodurch hier die Wartezeiten wohl nie sonderlich sein werden und die eine oder andere Wiederholungsfahrt garantiert ist.

 

Das Toverland hat sich im Laufe der Zeit sehr gut entwickelt und zeigt oftmals wie ein Freizeitpark heutzutage zu sein hat. Dieses zeigt sich nicht nur an der hervorragenden Qualität und Auswahl der Attraktionen, sondern auch an der Art und Weise ihrer Events. Mitsamt der verlängerten Öffnungszeiten zu Halloween und der überragenden Beleuchtung der Holzachterbahn Troy gingen auch thematisch passende Figuren, zahlreiche Artistik und verdammt viel Nebel in das Event ein, so dass man auf den Wegen und in den Hallen wunderbar unterhalten wurde. Anders als bei anderen Events gleicher Art versuchte man nicht einmal mittels Horrormazes, auch wenn es theoretisch ein naturbelassenes Maze gibt, in dem man sich selbst erschrecken könnte, und Monster zu locken und so konzentrierte man sich auf die Scarezones, bei der viel mehr Wert auf die Ausstrahlung der Akteure gelegt wurde als mit dem gezielten erschrecken gelegt wurde, sofern man nicht unbedingt gerade vom Djengu River kommend in Richtung Troy unterwegs war.

 

Kurz bevor das Toverland für den Abend seine Pforten schloss versammelten sich alle Beteiligten vor dem Eingang um sich von den Besuchermassen zu verabschieden, wodurch ein rundum gelungenes Event auf bester Art und Weise beendet werden könnte, sollte man meinen. Beim anschließenden Stau um vom Parkplatz wieder herunterzukommen wäre eine gezielte Unterhaltung der Wartenden sicherlich auch sinnvoll gewesen.

[20.02.11] Ein Zauberland im Februar


Auf meiner Rücktour aus Frankreich in Richtung der schönsten Hansestadt der Welt ging es nach einer kleinen Stadtbesichtigung der Stadt Köln mit obligatorischen (einmal und nie wieder) Domaufstieg mit David und seinem kleinen Bruder in Richtung Sevenum.

Dank Korting Gutschein war im Park einiges los, jedoch nicht so viel das man, außer für den Woudracer, irgendwo hätte warten müssen. Die meisten Attraktionen liefen seit Parkbeginn, nur wenige wechselten dieses Mal im halb-Stunden-Takt. Der Bereich um Troy sollte sich zwischen 12 und 17 Uhr an Besuchern erfreuen.

Da es für Davids Bruder eine Premiere in dem Park war haben wir ihn die Qual der Attraktionswahl überlassen. Wo dieser vorerst noch von einem Schloß Dankern DejaVu heimgesucht wurde konnte ihn der Park am Ende des Tages doch noch überzeugen.

Angefangen in der zweiten Halle ging es auf den Wiegand Bobkart Woudracer, welcher in den frühen Öffnungsstunden noch keine wirkliche Warteschlange aufweisen konnte. Irritiert von dem Jodelgeräuschen der anderen Fahrgäste (auch wenn diese vom Band kommen) bretterte auch Davids Bruder die Piste mit voller Geschwindigkeit ab.

Um den Geschwindigkeitsrausch aufrecht zu erhalten wurde eine Motorradfahrt auf Schienen ins Visier genommen. Entgegengesetzt zu den Kopien der Marke Intamin und Zamperla hat Vekoma hier Wert auf eine relativ getreue Körperhaltung gesetzt. Die Bahn ist für eine Familienachterbahn mit Launch der Marke Bluefire eine spaßige Angelegenheit und kann durch seine Kurvenkombinationen überzeugen, nur die fehlende Airtime mindert den Spaß minimal.

Da die Temperatur draußen gegen den Gefrierpunkt ging wurde die Wildwasserbahn Backstroke aufgesucht. Extrem Soaking wenn man es so will, denn egal wo ich saß ich war der einzige der immer nass wurde. Die Fahrt durch die Metallfahrrinne ist nicht die schönste ihrer Art, kann jedoch auf Grund ihrer Sonderheiten durchaus überzeugen.

Nach einer Runde Zierer Kontiki ging es dann in Richtung der ersten Halle, wobei wir jedoch zuvor in einer gewissen Villa Fiasco halt machten. Dieses Funhouse gehört zu den besten seiner Art und egal wann wir kamen der RideOp hat sich gefreut. Auch war er etwas verwundert als David irgendwann das Haus im Schnelldurchlauf durchgangen ist.

In der ersten Halle angekommen wurde die Kinderachterbahn Boomerang unsicher gemacht. Die hier viel zu steilen Kurven fahren sich immernoch merkwürdig, dennoch ist die Bahn eine Klasse für sich und immer wieder eine Runde wert.

Die in dieser Halle ansäßigen Fahrgeschäfte der Firma Zamperla fuhren durchaus ein langes Fahrprogramm, wobei man beim Wellenfliegen irgendwann wünscht das die dieses endlich mal vorbei ist. Die Teetassen drehten sich entgegengesetz zu Davids Meinung sehr gut (ähnlich den Teetassen aus dem Zoo-, Safari- und Hollywoodpark Stukenbrock, sowie den Teetassen aus dem Moviepark und Hansa-Park).

Die Schlauchbootrutschen können einen immernoch gut durchfeuchten, auch wenn es hier auch nur meine Person erwischt hat. Das Personal an dieser Anlage hingegen tut mir etwas Leid, immerhin muss es andauernd die Boote selber in die Startboxen hieven, was bei anderen Anlagen dieses Herstellers besser gelöst wurde.

Neben den vielen Amüsiermöglichkeiten für Kinder findet man in diesem Bereich noch ein interaktives Haus, in dem man mit einem Zauberstab bewaffnet einige Effekte auslösen kann. Hier nervt nach einiger Zeit zwar der Salami Zauberspruch, dennoch eine durchaus ausprobierwerte Attraktion.

Die umgestaltung der ersten Halle finde ich ein durchaus lobenswertes Vorhaben, vorallem da diese auf den ersten Blick wirklich nur nach einer billigen Kinderspielhalle aussieht. Im Vergleich zur zweiten, viel offeneren Halle, sowie zum Außenbereich ist hier ein deutlicher Qualitätsunterschied spürbar.

Apropos Außenbereich, hier findet man neben der großen Schußfahrt der Wildwasserbahn Backstroke, die oben bereits erwähnte Vekoma Motorbike Launch Coaster Anlage, ein Pferdekarussel, eine Schiffschaukel, eine elektrische Pferdereitbahn, ein Hochseilgarten und die Holzachterbahn Troy.

Wenn man Hochseilgärten aus dem Hansa-Park gewohnt ist und denkt der kürzere Hochseilgarten aus dem Toverland sei leichter der irrt gewaltig. Hier kann man eine halbe Ewigkeit verbringen bis man den Parkour abgeklettert hat. Für David selbst war das ganze Vorhaben schnell beendet, sein Bruder und ich haben jedoch die ganzen Strecke absolviert, immerhin mussten wir dieses auch, da man nach einer Übung nicht einfach umdrehen konnte.

Dagegen war die elektrische Pferderennbahn ein Kinderspiel. In der neuesten Erweiterung des Parks merkt man eine gewisse Vorliebe zu Produkten aus dem Hause Metallbau Emmeln an, die mit ihrer Teetassen-/Riesenrad-/ Aussichtsturmkombo Twist n Shout schon zuvor im Park vertretten waren. Die Schiffschaukel aus gleichem Hause ist zwar etwas eng, bietet aber lustige Wassereffekte, einen guten Onboardsound, sowie Airtime in Massen. Das dieses nur mit einem Rad als Antrieb erreicht wird ist schon eine Meisterleistung.

Das wahre Highlight im Park ist jedoch die Holzachterbahn Troy, die zwischenzeitlich wegen einer verlorenen Mütze und einem damit verbundenen Ausfall des Lifts zum Stehen kam. Ohne diese Anlage würde man den Park ziemlich schnell wieder verlassen, da einen recht schnell die Lust an weiteren Fahrten verloren gehen würde. Da man bei Troy aber locker 40 Runden am Stück sitzenbleiben kann, ohne einen Blackout oder anderen Körperlichen Schäden zu erleiden, verbringt man einige Stunden mehr in diesem Park.

Die Fahrt gestaltet sich als wild, stellenweise etwas planlos und anfangs recht intensiv (vorallem was die erste Kurve angeht). Dabei geht es jedoch immer sehr sanft von statten. Die Musik in der Station kann einen nach einigen Runden zwar in den Irrsinn treiben, jedoch passt sie perfekt um die Stimmung dieser Anlage auszudrücken und glücklicher Weise sind es ja mehrere Stücke.

Für mich gab es dann noch eine Premiere, die ich nach mittlerweise einigen Besuchen in den Niederlanden nie getestet habe, nämlich Frikandeln. Ob nun Spezial oder nicht ich muss sagen die Niederländer wissen was sie für lekkere Sachen essen.

[07.04.09] Troy, de sensatie


Nach einer kleinen unbeabsichtigten Besichtigung der Stadt Venlo erreichten Stefan, Bernd und Ich das Toverland, wo wir am Tage noch verdammt oft gut troymen konnten. Da wir die ersten auf den Parkplatz waren und sich selbst kurz vor Öffnung des Parks keine Schlange gebildet hatte freuten wir uns auf einem wirklich leeren Park.


Die meisten Fahrgeschäfte liefen daher nur im halbe Stunde Takt, da Troy erst um 12 Uhr öffnen wollte mussten wir erst einmal die ganzen Fahrgeschäfte austesten und da störten uns die halbstündigen Öffnungszeiten nicht wirklich. Neben der Villa Fiasco, einem grandiosen Fun House, konnte uns auch die Wildwasserbahn Backstroke durch ihren Nässegrad überzeugen, obwohl es am nächsten Tag noch um einiges nässer werden sollte.


Bei den Rundfahrgeschäften blieben uns die wirklich gut drehbare Teetassenfahrt, sowie das etwas andere Aussichtsturm-/Teetassen-/Riesenradkarussell Twist & Shout in Erinnerung, welche uns einen ziemlich langen Drehwurm verpasste.


Bei den Achterbahnen kann das Toverland ebenfalls sehr überzeugen, sei es die Vekoma Kinderachterbahn mit den ziemlich steilen Kurven, oder das Boosterbike, dessen Strecke bekanntlich in einer etwas anderen Position absolviert wird. Eine Achterbahn muss man aber deutlich hervorheben und das ist Troy, da wir die First Rider des Tages waren haben wir die Bahn in der ersten bzw zweiten Reihe ausgetestet, jedoch fragten wir uns nach der Fahrt ob das wirklich alles gewesen sein soll. Die Schlange von 20 Minuten erschien uns für eine Wiederholungsfahrt zu lang, weshalb wir erst einmal wieder die ganzen anderen Bahnen fuhren.

 

Als alle Kiddys nun einmal gefahren sind wurde die Schlange so weit reduziert, so dass diese nicht mehr existierte und wir uns zu Wiederholungsfahrten anstellten. Die Bahn wusste zu diesem Zeitpunkt dann schon mehr zu überzeugen und von Fahrt zu Fahrt wurde sie immer besser. Nach 52 Runden und 5 Stunden statt der am Morgen verbreiteten 4 Stunden Öffnungszeit der Bahn, sowie einer Bonusrunde da ein Mitarbeiter wohl Geburtstag hatte, verließen wir den Park, welcher uns so vollkommen überzeugen konnte.